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Winnemuth: Um es kurz zu machen: Uffhurra! – Wir brauchen neue Worte für unsere Glücksgefühle

In anderen Sprachen gibt es für Glücksgefühle Worte, für die wir keine Entsprechung haben. Doch was man benennen kann, wird Wirklichkeit.


Glück: Wir brauchen neue Worte für unsere Glücksgefühle

Jede Kultur kennt Wörter für positive Glücks-Gefühle, die es so nur in ihrer Sprache gibt

Kürzlich habe ich etwas geschafft, was auf meiner ewigen To-do-Liste steht, seit ich einen Führerschein habe: Ich bin mit dem allerletzten Tropfen Benzin in eine Tankstelle gerollt, auf dem Armaturenbrett die Anzeige "Sie haben noch 0 Kilometer, bis Sie tanken müssen". Irrelevant, ob ich trotz dieser Anzeige vielleicht sogar noch zweieinhalb Kilometer weiter hätte fahren können.

Entscheidend waren allein die letzten fünf Minuten vor der Tankstelle, eine Mischung aus milder Selbstbeschimpfung ("Hättste mal rechtzeitig ..."), dem köstlichen Kribbeln, ob’s noch reicht, und dem großen Ha!, als es dann tatsächlich klappte. Für dieses Gefühl hätte ich gern eine Vokabel. Ein Wort, das dieses spezielle Glück triumphaler Erleichterung beschreibt.

Ein Lexikon vom Glück

Auf der Suche nach so einem Wort durchforste ich gerade das faszinierende Projekt des britischen Psychologen Tim Lomas, der seit 2015 ein Lexikon unübersetzbarer Glücksvokabeln aus allen Sprachen der Welt zusammenträgt, das "Positive Lexicography Project". Jede Kultur kennt Wörter für positive Gefühle, die es so nur in ihrer Sprache gibt. Lomas kam auf die Idee zu der Sammlung, als er den Vortrag einer Doktorandin aus Helsinki hörte. Sie sprach über "sisu", einen unübersetzbaren Ausdruck aus dem Finnischen, der eine besondere Form der Willensstärke beschreibt: die tiefe Entschlossenheit, auch dann nicht aufzugeben, wenn eine Situation aussichtslos erscheint.

Lomas begann daraufhin, ein internationales Glücksglossar anzulegen, das seitdem mit der Hilfe vieler Zuträger ständig wächst. Es finden sich darin Ausdrücke wie "wai-wai" (japanisch): das Geräusch spielender Kinder. Oder "cafuné" (portugiesisch): die Geste, jemandem zärtlich durch die Haare zu streicheln. Oder "jayus" (indonesisch): ein Witz, der so unlustig ist, dass man allein schon deshalb lachen muss. Oder "sprezzatura" (italienisch): die Kunst, den Anschein der Leichtigkeit und Mühelosigkeit auch bei der Bewältigung schwieriger Probleme zu bewahren. Oder "meraki" (griechisch): die Hingabe, mit der man etwas tut und dabei etwas von sich selbst in das Ergebnis hineinlegt.

Auch aus dem Deutschen sind viele Begriffe in das Lexikon aufgenommen worden, für die es keine genauen Entsprechungen in anderen Sprachen gibt: beschaulich, Feierabend, Freudentaumel, Geborgenheit, Heimat, Herzklopfen, Konfliktfähigkeit, Schnapsidee, Sehnsucht, Sternstunde, sturmfrei, Zweisamkeit. (Es wäre interessant, daraus die Quersumme zu ziehen und zu einer Essenz des Deutschen zu gelangen.)

Worum es Lomas geht: mithilfe der Sprache die Wahrnehmung für das Glück zu schärfen – das der anderen, aber auch das eigene. Sprache schafft Realität. Was man benennen kann, wird Wirklichkeit, zumindest da, wo es drauf ankommt: in den Köpfen. "Mit diesen Wörtern können wir Gefühle mitteilen, von denen uns nicht mal bewusst war, dass wir sie empfinden", sagt Lomas. Es stecken mehr Freuden in uns, als uns klar ist, und manchmal helfen erst andere Sprachen, sie zu benennen, wie etwa die Exportschlager Nirwana, Karma und hygge zeigen.

Die unbezwingbaren Verlangen

Vielleicht muss man aber gar nicht in anderen Sprachen stöbern, um bislang wortloses Glück zu entdecken, sondern die kleinen alltäglichen Glücksmomente mit neuen, eigenen Vokabeln belegen. Streichigkeit: der Genuss, perfekt temperierte Butter anstrengungslos auf einem Brötchen verteilen zu können. Sprudelresonanz: der Energieschub beim Anblick einer Wasserfontäne. Kraulig: der unbezwingbare Reflex, einem Hund die Ohren zu puscheln, sobald er einem den Kopf aufs Knie legt. Momente wie meinen Tankstellentriumph nenne ich bis auf Weiteres: das Uffhurra.

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VERNUFT -- grundsätzlich als KRIMINELL definiert ??
Kinder und Hartz4-Empfänger werden „zur Vernunft“ diszipliniert. Persönliches Fortkommen, ohne Stillstand, ist das, was man vorgibt. Zweifel seien unvernünftiges Verhalten; Widerspruch, krankhaftes. Rationales oder pragmatisches Verhalten wird nur der „Führung“ (also dem Regierungs- und Verwaltungsapparat) zugebilligt. Nirgends ist ein demokratische Verhalten hinsichtlich der „Führung“ definiert. Demokratie bedeutet: man gibt der gewählten Führung den Auftrag, dem Volk (exakt dem Wohl des Einzelnen) zu dienen. Statt dessen werden Gruppeninteressen vertreten, die ein starkes Veto einlegen oder die Richtung (eigene Vernunft) straffrei umsetzen dürfen. Was ist Vernunft ? Wir kennen nur „unsinnige“ Gruppeninteressen, wie a) den Bau eines Schutzwalles gegen Imperialisten b) den Bau eines weltbedeutenden Drehkreuz-Flughafens (als Abschreckung der Konkurrenz) c) die Einführung von Hartz4 (Motto: nur Billig-Arbeit macht reich) d) eine Mobilität, wo Jedem erlaubt wird so schnell zu fahren, wie er sich es finanziell leisten kann e) ein gewinnorientiertes Verhalten, das „Schwache“ (entgegen der Gesetzeslage) „übertölpelt und ausraubt“; 1) Menschen werden kaufsüchtig / spielsüchtig / sexsüchtig gemacht, mit staatlicher Förderung >> Vogelfreiheit 2) der Enkeltrick ist eine Ableitung des kapitalistischen Systems >> SUB-Randgruppe gegen SUB-SUB-Randgruppe Vernunft heißt ursprünglich: „den eigenen Trieben Einhalt zu gebieten -- Anderen Freiheiten zu geben !!“ (Antikes Rechtsmotto) „Vernunft heißt, Anderen Frieden zu gewähren und Selbst im Gegenzug zu beziehen“ (Biblisches Gemeinwohl ) Warum geht das nicht in einer DEUTSCHEN Demokratie ? Fehlt den Deutschen die Einsicht ? Fehlt den Deutschen ein demokratisches Verständnis ? .. oder sogar Beides ? Oder kann sich in Deutschland nur jemand (verhaltensgestörtes Egozentrisches) politisch an die Spitze setzen, der BEIDES eben gerade nicht praktiziert und umsetzt, gegen die Schwächeren „vernünftig Handelnden“ ???? ... ähnlich, wie das bei kriminellen Banden die Regel ist ? Ist kriminelle Egozentrik nicht die beste Vernunft ? ... Resumee: das sollten die Kinder und Hartz4-Empfänger angeleitet werden, solches ebenfalls umsetzen ? ... sich nicht manipulirren / ausnutzen zu lassen, um nicht in einer Endlosschleife einer Opferrolle zu verharren ?