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Nach Selbstmordanschlägen in Moskau: Medwedew kündigt unerbittlichen Kampf an

Zwei Selbstmordattentäterinnen haben sich am Morgen in der Moskauer Metro in die Luft gesprengt und mindestens 35 Menschen mit in den Tod gerissen.

Knapp 40 Menschen erlitten den Behörden zufolge teils schwere Verletzungen. Dies ergaben erste Ermittlungen, wie Bürgermeister Luschkow unter Berufung auf den Geheimdienst mitteilte. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre es der erste Terroranschlag in der russischen Hauptstadt seit sechs Jahren.

Zu dem Doppelattentat bekannte sich zunächst keine Extremistengruppe. Der Chef der Sicherheitsdienste, Alexander Bortnikow, vermutete aber eine Verbindung zu Rebellengruppen im Nordkaukasus. In der Vergangenheit hatten wiederholt Witwen getöteter Rebellen aus dem Nordkaukasus solche Anschläge verübt.

Der russische Präsident Dmitri Medwedew einen unerbittlichen Kampf gegen Extremisten angekündigt. Russland werde ohne zu Zögern den "Krieg gegen Terror" fortsetzen, erklärte Medwedew am Montag. Die Sicherheitskräfte würden kompromisslos gegen Terroristen vorgehen. Die Menschenrechte müssten aber bei Polizeieinsätzen gewahrt bleiben.

Nach den Anschlägen auf die Moskauer U-Bahn seien die Sicherheitsvorkehrungen landesweit verschärft worden. Auch an allen russischen Flughäfen wurden die Kontrollen verschärft.

APN/Reuters / Reuters