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Obduktion: Bank-Praktikant starb an epileptischem Anfall

Er soll nächtelang durchgearbeitet haben, dann wurde er mit nur 21 Jahren tot in seiner Londoner WG gefunden: der deutsche Bank-Praktikant Moritz E. Nun steht fest, wie er ums Leben kam.

Ein 21 Jahre alter Bank-Praktikant aus Baden-Württemberg, der Mitte August tot in der Dusche seines Londoner Zimmers gefunden wurde, starb an den Folgen eines epileptischen Anfalls. Das sagte ein Sprecher der Gerichtsmedizin in London. Medien hatten zuvor spekuliert, dass sich junge Mann in mehreren nächtelangen Arbeitsschichten in Folge zu Tode gearbeitet haben könnte. Kollegen beschrieben ihn als besonders ehrgeizig.

Ob es einen Zusammenhang zwischen Überstunden und der Auslösung des epileptischen Anfalles gegeben haben könnte, ließ die Gerichtsmedizin offen. Eine gerichtliche Untersuchung soll den Fall vom 22. November an genauer unter die Lupe nehmen.

Die Eltern des jungen Mannes hatten in einem Interview der britischen Sonntagszeitung "Observer" erklärt, dass ihr Sohn Medikamente wegen Epilepsie erhält. Sie seien sehr besorgt gewesen, weil er oft E-Mails am frühen Morgen geschrieben habe. Die Eltern riefen die britische Regierung auf, Regelungen für Maximal-Arbeitszeiten zu schaffen.

tkr/DPA / DPA
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