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Ohio: Dritter Schüler stirbt nach High-School-Schießerei

Wie konnte das geschehen? Nach der Schießerei an der High School in Chardon im US-Bundesstaat Ohio herrschen Fassungslosigkeit und Trauer. Die Zahl der Toten ist inzwischen auf drei gestiegen. Alle sind Schüler - wie auch der mutmaßliche Schütze.

Nach einer Schießerei an einer Schule im US-Bundesstaat Ohio ist die Zahl der Todesopfer auf drei gestiegen. Nach Behördenangaben erlagen am Dienstag zwei weitere Schüler ihren Verletzungen. Am Vortag hatte ein Teenager in der Kantine der High School von Chardon im Nordosten Ohios das Feuer auf seine Mitschüler eröffnet und dabei mehrere Jugendliche getroffen, ein 16-Jähriger war bereits kurz darauf gestorben.

"Das ist ein trauriger Tag", sagte Chardons Polizeichef Tim McKenna, als er den Tod des zweiten Schülers bestätigte. Kurz darauf erklärte das MetroHealth-Krankenhaus im nahe gelegenen Cleveland, dass ein dritter Schüler seine schwersten Verletzungen nicht überlebt habe. Zwei weitere Schüler wurden US-Medien zufolge noch im Krankenhaus behandelt.

Der mutmaßliche Schütze sollte noch am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Polizei gab zunächst keine Einzelheiten zu dem Verdächtigen bekannt, Medienberichten zufolge soll es sich aber um einen 17-Jährigen handeln. Die Familie des mutmaßlichen Schützen ließ demnach über einen Anwalt mitteilen, dass der Teenager die Tat zutiefst bereue. Die Familie übermittelte den Angehörigen der Opfer ihr "aufrichtiges Beileid". Sie erklärte, ihr sei die Tat völlig unbegreiflich.

McKenna sagte, das Motiv des Schützen sei bislang unklar. Mitschüler beschrieben den Jungen als "Außenseiter", der Drohungen auf sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook hinterlassen habe.

"Es war Terror"

Polizeiangaben zufolge hatte der Schüler am Montagmorgen das Feuer in der gut besuchten Schulkantine eröffnet, wo sich seine Mitschüler auf den Unterricht vorbereiteten. Augenzeugen berichteten in US-Medien, wie die Schüler panisch aus dem Saal geflohen seien. "Es war Terror. Jeder hatte nur den Tunnelblick, wollte einfach nur raus", sagte der Schüler Nate Mueller dem TV-Sender ABC. Ein Lehrer vertrieb den mutmaßlichen Schützen vom Schulgelände, die Polizei riegelte den 5000-Seelen-Ort komplett ab. Später stellte sich Teenager.

Die Einwohner von Chardon reagierten geschockt auf den Amoklauf. "Das hier ist eine US-Kleinstadt im besten Sinne", sagte Karen Porter der Nachrichtenagentur AFP. "Damit rechnet niemand. Das ist so eine Tragödie." Am Dienstagabend (Ortszeit) sollte in einer Kirche im Ort eine Gedenkveranstaltung für die Opfer abgehalten werden.

kng/DPA / DPA
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