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Ordensritter Jürgen Rüttgers: Ministerpräsident wider den tierischen Ernst

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers ist neuer Ritter des Karnevalsordens "Wider den tierischen Ernst".

Der CDU-Politiker bekam die Auszeichnung des Aachener Karnevalsvereins (AKV) am Samstagabend während einer Festsitzung unter dem Motto "60 Jahre und kein bisschen leiser" verliehen. Er ist der 60. Träger des Karnevalsordens. Rüttgers sei ein "Anwalt des kleinen Mannes" mit feinem Humor und schlagfertigem Witz, sein Spott sei beim politischen Gegner gefürchtet, begründete der AKV die Ehrung.

Seine Rede nutzte Rüttgers zu Witzen über die Finanzkrise, und um sich selbst und seine Landeskinder auf die Schippe zu nehmen. "Es gibt auch Unterschiede beim Feiern", sagte der CDU-Politiker über sein Bundesland. "Wenn ein Rheinländer auf den Tisch springt und singt, dann ist Karneval. Wenn ein Westfale das macht, wird er stationär behandelt."

Für Lacher sorgte Rüttgers mit seiner humoristischen Schilderung eines "durchschnittlichen Tages" als Ministerpräsident während des Karnevals. Mit einer gesungenen Liebeserklärung an Nordrhein-Westfalen punktete der bekennende Anhänger der fünften Jahreszeit ebenfalls beim Publikum.

Zwtl: Mario Adorf als Laudator Die Laudatio auf Rüttgers hielt Vorjahres-Preisträger Mario Adorf. In Anspielung auf Rüttgers' Zeit als Zukunftsminister in der Bundesregierung Helmut Kohls stichelte der Schauspieler, der CDU-Politiker habe eine "blendende Zukunft hinter sich" und eine "offene Vergangenheit" vor sich.

Der Orden "Wider den tierischen Ernst" wird seit 1950 für "Humor und Menschlichkeit im Amt" verliehen. Zu den früheren Trägern des Kulturpreises gehörten unter anderem Konrad Adenauer, Hans-Dietrich Genscher, Johannes Rau und der ehemalige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann. Zu den Gästen der Festsitzung zählten in diesem Jahr der FDP-Chef und Bundesaußenminister Guido Westerwelle sowie eine Reihe weiterer bekannter Bundes- und Landespolitiker.

APN / APN
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Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?