HOME

Polizei ermahnt Eltern via Facebook: "Sagen Sie Ihren Kindern nicht, dass wir sie holen!"

Die Polizei in Hagen will Eltern davon abbringen, ihren Kindern mit der Polizei zu drohen. Das sei wenig hilfreich - schließlich sollen die Kleinen keine Angst vor den Ordnungshütern entwickeln.

Die Polizei in Hagen bittet Eltern, doch bitte nicht mit den Ordnungshütern zu drohen. 

Die Polizei in Hagen bittet Eltern, doch bitte nicht mit den Ordnungshütern zu drohen. 

Eine Präventionsaktion der etwas anderen Art hat die Polizei in Hagen gestartet. "Hören Sie bitte auf, Ihren Kindern zu sagen, dass wir sie holen, wenn sie nicht brav sind. Ihre Kinder sollen zu uns kommen, wenn sie Angst haben...und nicht Angst vor uns haben!", bitten die Beamten alle Eltern. Mit diesem Facebook-Eintrag sorgte die Polizei in den sozialen Medien für Furore: Mehr als 2,6 Millionen Menschen erreichte diese Nachricht bislang allein bei Facebook.

Auslöser ist das Erlebnis von Hauptkommissar Tino Schäfer in einem
Supermarkt. Die mahnenden Worte einer Mutter in Richtung ihres kleinen Jungen machten den Polizisten stutzig. Die junge Frau drohte ihrem Sohn mit der Polizei, weil er vom Einkaufswagen aus immer wieder nach Schokoriegeln im Regal griff. Davon sichtlich beeindruckt und eingeschüchtert habe der kleine Mann sein Vorhaben letztlich mit lautem Geschrei aufgegeben.

Polizei nutzt Facebook

"Viele Polizisten wissen, dass sowas kein Einzelfall ist. Grund genug, das Thema auf der Facebook-Seite der Hagener Polizei aufzugreifen", sagt Schäfer. Er ist auch Sprecher der Hagener Polizei. Zahlreiche Facebook-Nutzer sind ebenfalls seiner Ansicht: "Gute Arbeit! Weiter so!" oder "Toller Post (Eintrag) von Euch. Habe eigentlich nie darüber nachgedacht und sowas ist schnell gesagt. Mein Kleiner ist jetzt 7 Wochen alt. Ihm werde ich nun keine Angst machen mit der Polizei."


Eltern-Sprüche gehen aber nicht nur zulasten der Polizei: "Ich selbst bin Kinderkrankenschwester und habe es schon unzählige Male erlebt, dass Eltern, die mit ihren Kindern bei uns stationär aufgenommen waren, diesen dann sagten 'Wenn du jetzt nicht lieb bist, kommt die Schwester und gibt dir eine Spritze!' Nicht sehr förderlich für unsere kleinen Patienten, denen man helfen möchte und keine unnötigen Ängste schüren will!"

Kritik an den Ordnungshütern

Böse Kommentare in Richtung Polizei gibt es aber auch: "Liebe Beamten, bitte erst einmal selbst Imagepflege betreiben...", "Ihr seid ja ein lustiger Verein.", "Die Polizei kommt doch sowieso immer nur wenn's schon zu spät ist...". Oder ein Erlebnis: "Vor ein paar
Jahren hatten meine kids im Garten gezeltet. Das war in den Schulferien im Sommer. Einem Nachbar hatte wohl das Gequatsche gestört und rief die Polizei. Die Beamten gingen in unsern Garten, rissen das Zelt auf und hielten meinen Kindern die Taschenlampe ins Gesicht. Die Folgen könnt ihr euch denken...."

Der psychologische Therapeut Dirk Wisny jedenfalls rät von Drohungen ab: "Kinder nehmen bis zu einem gewissen Alter alles für bare Münze. Sie nehmen dann an, dass Polizei etwas Schlimmes ist. Zwischen dem siebten und zwölften Lebensjahr beginnen Kinder erst zu abstrahieren". Wenn solch ein Spruch einmal herausrutsche, sei das

aber noch nicht besonders schlimm. Es solle sich aber nicht einschleifen. Eltern machten es sich sonst zu einfach und schöben die Verantwortung ab: "Es ist auch ein Zeichen von Hilflosigkeit."

kg/dpa
Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.