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Portugiesische Marine: Wie die neue Drohne zur Lachnummer wird

Für den Start der neuen Drohne der portugiesischen Navy versammelten sich Journalisten, Politiker und Marine-Offiziere. Doch statt in der Luft landete das Fluggerät erst mal im Wasser.

Ein Soldat in Ninja-Verkleidung wirft die neue Drohne direkt ins Wasser

Ein Soldat in Ninja-Verkleidung wirft die neue Drohne direkt ins Wasser

Einst war Portugal eine stolze Seefahrernation. Portugiesische Karavellen beherrschten die Weltmeere. Von der einstigen Pracht ist heute allerdings wenig geblieben. Die portugiesische Navy will sich jedoch damit offenbar nicht abfinden. Da Segelschiffe nicht mehr ganz zeitgemäß sind, musste eine eigene High-Tech-Drohne her.

Auf dem Marinestützpunkt in Lissabon sollte das unbemannte Flugobjekt vorgeführt werden. Die gesamte Marine-Elite versammelte sich, um dem historischen Ereignis beizuwohnen. Verteidigungsminister José Pedro Aguiar Branco und Stabschef Admiral Macieira Fragoso sahen zu, wie die Drohne zu ihrem Jungfernflug fertig gemacht wurde. Die Erwartungen waren groß. Die Drohne sei "hoch effizient", erklärte der Minister der portugiesische Zeitung "Diário de Notícias". Such- und Rettungsmissionen, Fischereiüberwachung, Sicherung des Seeverkehrs und die Bekämpfung der Umweltverschmutzung sollte das neue Supergerät übernehmen.

Der große Start fiel jedoch buchstäblich ins Wasser. Gerade ein paar Meter schaffte es die Drohne sich in der Luft zu halten - und das nur dank des starken Bizeps eines Matrosen. Dieser gab dem Fluggerät Starthilfe. Doch als es alleine weiterfliegen sollte, stürzte es sofort ins Wasser.

Der katastrophale Start wurde glücklicherweise für die Netzgemeinde auf Video festgehalten und landete natürlich sofort bei YouTube. Mittlerweile haben sich mehr als 680.000 Menschen den Fauxpas angesehen. Die portugiesische Marine beteuert, dass der zweite Start erfolgreicher war. Der Fairness halber, müssen wir gestehen, dass dieses Video den Militärs Recht gibt.

Ellen Ivits
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