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Rätsel um Schmuckstück: Frau verliert Ring in den USA – 47 Jahre später gräbt ihn ein Mann in Finnland aus der Erde

Eine Frau verliert im US-Bundesstaat Maine den Absolventenring ihres Freundes. Fast 50 Jahre später taucht er mehr als 6000 Kilometer entfernt wieder auf – in einem Park im finnländischen Kaarina.

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Nach 47 Jahren sind Debra McKenna und der Absolventenring ihres damaligen Freundes wieder vereint. Die 63-Jährige hatte das Schmuckstück 1973 versehentlich auf einer Toilette in einem Geschäft in Portland im US-Bundesstaat Maine liegengelassen, wie unter anderem die Nachrichtenagentur UPI berichtet. Das Erstaunliche: Gefunden wurde der Ring Tausende Kilometer weit entfernt in Finnland.

McKenna sagte laut UPI, dass ihr damaliger Freund Shawn ihr den Ring der Morse High School geschenkt habe, bevor er aufs College gegangen sei. Die beiden heirateten 1977 und blieben 40 Jahre zusammen, bis Shawn an Krebs starb, wie die "Bangor Daily News" schreibt.

Finne findet den Ring dank Metalldetektor

Nachdem sie damals, im Jahr 1973, zurück auf die Toilette des Warenhauses gegangen sei, um den Ring zu suchen, habe sie ihn nicht mehr finden können, erzählte McKenna "Bangor News Daily". Sie habe ihren Namen und ihre Telefonnummer hinterlegt, aber es habe sich nie jemand gemeldet. "Ich habe ihn nie wiedergesehen", sagte sie.

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Den Ring habe sie in der Zwischenzeit vergessen – bis der Metallarbeiter Marko Saarinen aus Finnland die Absolventenvereinigung der Morse High School kontaktiert habe. Bei der Suche mit einem Metalldetektor vor gut einem Monat in einem bewaldeten Park in Kaarina nahe der Stadt Turku habe er ein Signal erhalten, berichtete der 38-Jährige der finnischen Zeitung "Ilta Sanomat".

Saarinen habe circa 20 Zentimeter tief gegraben – und dann den silberfarbenen Ring mit blauem Stein gefunden. "Es war ein unglaubliches Gefühl", erzählte er dem Blatt. Normalerweise würde er nur Flaschenverschlüsse oder Müll finden.

Rätselraten um die Reise des Rings

Nach Angaben der "Ilta Sanomat" entdeckte Saarin die Initialen im Ring und nahm über Facebook Verbindung zur Morse High School auf. So sei herausgekommen, dass das Schmuckstück einem Mann gehört hatte, der dort 1973 zur Schule gegangen war. Saarin habe den Ring dann zurück in die USA an McKenna geschickt.

Wie der Ring es aber von Maine bis nach Finnland geschafft hat, ist laut den Berichten ein Rätsel. Debra McKenna erzählte "Bangor News Daily", sie und ihr Mann hätten Anfang der 1990er-Jahre einige Zeit in Finnland gearbeitet, aber sie seien nie in der Nähe des Ortes gewesen, wo der Absolventenring gefunden wurde. Außerdem sei der Ring damals schon lange verschwunden gewesen, berichtet der finnische Sender Yle.

Eine Frau entfernt einen Ring von ihrem Finger

Für McKenna ist die Rückkehr des Rings ein Zeichen ihres verstorbenen Mannes: Alles, was verloren gehe, werde letztendlich gefunden. "Er sagt mir, ich soll mich zusammenreißen, um mit dem Rest meines Lebens loszulegen", sagte sie der Zeitung.

Mit dem Finder des Rings habe sie noch nicht gesprochen. Er habe aber ein Sweatshirt der Schule als Dankeschön erhalten. "In dieser Welt der Negativität ist es sehr berührend, dass anständige Menschen nach vorne treten und bemüht sind", erklärte McKenna. "Es gibt gute Menschen auf der Welt, und wir brauchen mehr von ihnen."

Quellen: Nachrichtenagentur UPI, "Bangor Daily News", "Ilta Sanomat", yle

rw
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