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Schweiz Ein Bauer hatte jahrelang Sex mit seinen Tieren – erst im Krankenhaus flog er auf

Ein Bauer lehnt an einem Gatter
Ein Bauer aus dem Kanton Thurgau missbrauchte jahrelang seine Tiere, darunter auch ein Stier und Kälber (Symbolbild) 
© pixdeluxe / Getty Images
Ein Bauer aus dem Schweizer Kanton Thurgau hat seine Tiere jahrelang sexuell missbraucht, darunter ein Stier, Schweine und Kälber. Erst als er wegen einer Verletzung ins Krankenhaus musste, flog er auf.

Der 30-jährige Bauer Andreas F. aus dem Schweizer Kanton Thurgau hat jahrelang seine Tiere missbraucht und wurde jetzt dafür verurteilt. Über sieben Jahre hinweg soll er mit Schafen, Kühen, Ziegen und Schweinen Sex gehabt haben. Wie die "NZZ" berichtet, ließ er ein Kälbchen an seinem Penis saugen und brachte einen Schafbock dazu, ihn zu besteigen. Schließlich habe er dasselbe auch mit einem 300 Kilo schweren Stier versucht. All das habe der Richter in der Anklageschrift verlesen. Der Bauer gab die Taten zu. "Der Trieb war stärker als ich", sagte er demnach. Und: "Ich fühle mich schuldig. Sex vor der Ehe ist eine schlimme Sünde, ob mit Mensch oder Tier." 

Der Missbrauch des Bauern flog erst auf, als er wegen einer Verletzung im Krankenhaus landete. Beim Geschlechtsverkehr mit dem 300-Kilogramm-Stier hatte er sich schwere innere Verletzungen zugezogen. Das Krankenhauspersonal hatte die Polizei alarmiert.

Der Bauer sah nicht ein, dass er die Würde der Tiere verletzt hat

Obwohl der Bauer sich schuldig fühlte und alles gestand, sah er nicht ein, dass er die Würde der Tiere verletzt hat. Der Schafbock habe "freiwillig mitgemacht".  Andreas F. verurteilte das Gericht zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten und einem Bußgeld von 4500 Franken, rund 4000 Euro, sowie zu einer psychotherapeutischen Behandlung für drei Monate. Das Bußgeld bezieht sich auch noch auf ein anderes Vergehen des Bauern. Mehrere Dutzend Lämmer soll er nicht ordnungsgemäß mit einem Gummiring kastriert haben. 

Die Richterin habe den Bauern für seine Ehrlichkeit gelobt. Demnach riet sie ihm "offen zu sein" und "sich helfen zu lassen", damit er seine "Sexualität in den Griff bekomme".

In Deutschland ist es laut Tierschutzgesetz verboten, "ein Tier für eigene sexuelle Handlungen zu nutzen oder für sexuelle Handlungen Dritter abzurichten oder zur Verfügung zu stellen und dadurch zu artwidrigem Verhalten zu zwingen". 

Quellen: "NZZ Folio", "Blick"

ame

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