Sommerloch III "Skippi" unbeirrt auf der Flucht


Sobald der Sommer da ist, lassen es Tiere richtig krachen. Ihre liebsten Beschäftigungen: ausbrechen und flüchten. Wie bei Känguru "Skippi". Angeblich soll es bei seiner Flucht von einem Auto überfahren worden sein - doch tatsächlich hüpft "Skippi" fröhlich in der Gegend herum.

Das Känguru "Skippi" ist offenbar am Leben. Wie die Polizei in Ravensburg berichtete, wurde kurz vor Mitternacht im baden-württembergischen Leutkirch ein Känguru von einem Auto angefahren. Das Tier wurde nur leicht verletzt und flüchtete.

Bei dem Tier handelt es sich um "Skippi", wie Besitzerin Gerda Leichtle auf Anfrage sagte. Sie sei vor Ort gewesen und habe das vor drei Wochen aus einem Allgäuer Erlebnistierpark entlaufene Beuteltier identifiziert, "Skippi" sei aber entwischt.

"Skippi" beschäftigt seit Tagen die Polizei

Der Fall beschäftigt die örtlichen Behörden seit Tagen: Am Mittwoch hatte die Polizei noch den Tod von "Skippi" gemeldet. Ein Beuteltier war auf einer Bundesstraße in Memmingen von einem Lastwagen überfahren worden. "Skippis" Besitzer bezweifelten jedoch sofort, dass es sich bei dem toten Beuteltier um ihr Känguru handelte. Leichtle vermutete, dass das überfahrene Känguru aus einem Zoo oder Zirkus in der Umgebung von Memmingen stamme und von dort entlaufen sei.

Laut einem Bericht der "Augsburger Allgemeinen" handelte es sich um ein Tier eines 22-Jährigen aus Holzgünz. Der Ort befindet sich unweit der Unfallstelle vom Mittwoch. Der Känguru-Halter sagte der Zeitung, dass ihm das Tier bereits vor knapp acht Wochen aus einem Privatgehege aus Holzgünz abhanden gekommen sei.

Aufregung im Unterallgäu

Weil auch zwei Fasane mitverschwunden seien, habe er gedacht, dass ein Fuchs die drei Tiere gerissen und weggeschleppt habe. "Ich dachte nicht, dass sie noch leben", zitierte die Zeitung den nicht namentlich genannten Tierhalter. Er habe deshalb den Verlust den Behörden nicht gemeldet.

Unterdessen ging die Suche nach "Skippi" weiter. Leichtle sagte, nach dem erneuten Unfall in Leutkirch habe man dem Tier schon beinahe einen Kescher über den Kopf gestülpt, aber es sei dann wieder entwischt. Nun solle ein Tierarzt mit einem Betäubungsgewehr helfen, das Tier einzufangen, wenn es wieder auftauche.

Ein Bennet-Känguru wie "Skippi" könne etwa 15 Kilometer am Tag zurücklegen. "Wenn es auf der Flucht ist springt es auch weiter", sagte Leichtle. "Skippi" war aus einem Streichelzoo in Bad Wurzach entlaufen und hatte auf seiner Tour durchs Unterallgäu immer wieder Aufsehen erregt.

AP AP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker