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Offenbacher Prügel-Opfer: Staatsanwaltschaft bestätigt Hirntod von Tuğçe A.

Tuğçe A. wird die Prügelattacke vor einem Schnellrestaurant nicht überleben. Die Klinik bestätigte der Staatsanwaltschaft den Hirntod der Frau. Noch wurden die Lebenserhaltung nicht abgeschaltet.

Mahnwache für Tuğçe am Tatort vor einem Fastfood-Restaurant in Offenbach

Mahnwache für Tuğçe am Tatort vor einem Fastfood-Restaurant in Offenbach

Das Klinikum Offenbach hat der Staatsanwaltschaft offiziell mitgeteilt, dass die Ärzte am Mittwochmorgen den Hirntod des Offenbacher Prügel-Opfers Tuğçe A. festgestellt haben. Eine Sprecherin der Ermittlungsbehörde bestätigte damit entsprechende Medienberichte vom Vortag. Die Geräte seien noch nicht abgeschaltet worden. Zum genauen Zustand der jungen Frau hat das Klinikum eine Stellungnahme angekündigt. Tuğçe A. war am 15. November in einem Schnellrestaurant durch einen Schlag so schwer verletzt worden, dass sie seitdem im Koma liegt.

Die Eltern der 22-Jährigen müssen entscheiden, ob sie die Maschinen, die ihre Tochter am Leben erhalten, abschalten lassen. Bisher konnten sie sich zu diesem schweren Schritt noch nicht durchringen, weil sie die letzte Hoffnung auf eine Rettung noch nicht aufgeben wollen. Laut Medienberichten haben sie Neurochirurgen in ganz Deutschland kontaktiert, um weitere Einschätzungen zu erhalten. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung haben die Eltern die behandelnden Ärzte gebeten, ihre schwere Entscheidung erst morgen - am 23. Geburtstag Tuğçes - fällen zu dürfen.

Ermittler: Keine Tötungsabsicht erkennbar

Ein 18-Jähriger soll die Lehramtsstudentin in den frühen Morgenstunden nach einem Streit auf einem Parkplatz vor dem Lokal mit einem Schlag niedergestreckt haben. Dabei fiel Tuğçe mit dem Kopf auf einen Stein und erlitt schwerste Schädel-Hirn-Verletzungen. Der 18-Jährige sitzt in U-Haft und schweigt. Er sei der Justiz zwar bereits bekannt, aber kein Intensivtäter. Mit Tuğçes Tod wird gegen ihn wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt. Für eine Tötungsabsicht gebe es keinen Anhaltspunkt, heißt es.

Familienangehörige und Freunde von Tuğçe hatten sich nach ersten Berichten über den Hirntod der jungen Frau am Krankenhaus versammelt und ihre Trauer geteilt. Sie zeigen sich überzeugt, dass die junge Frau vor dem Streit auf dem Parkplatz zwei Mädchen helfen wollte, die an einer Toilette von mehreren Männern belästigt worden waren. In den sozialen Medien wird die Zivilcourage der jungen Frau bewundert, die Brutalität des Täters scharf verurteilt. Hunderte Menschen hatten auch bei zwei Mahnwachen ihr Mitgefühl bekundet. Ein dritte Mahnwache mit voraussichtlich mehr Teilnehmern ist für Freitagabend - Tuğçes Geburtstag - vor dem Klinikum geplant. Zur Teilnahme wurde über Facebook aufgerufen.

Wie es heißt, haben die Ärzte schon seit fast zehn Tagen keine Hirnaktivitäten mehr bei der Verletzten registrieren können. Bis zur offiziellen Feststellung des Hirntodes hätten die Mediziner nach den Vorschriften aber noch bis Anfang dieser Woche warten müssen. Herz und Kreislauf hätten nur noch funktioniert, weil sie bis Mittwoch an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen waren. Nun sei der Befund von einem zweiten unabhängigen Ärzteteam bestätigt worden.

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dho/mit DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.