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VW Käfer im Wald vergraben: Vor 43 Jahren verschwand Monika Frischholz – jetzt hat die Polizei eine heiße Spur

Seit 1976 hat niemand mehr Monika Frischholz gesehen. Die damals Zwolfjährige verschwand spurlos. Ermittler gehen von einem Mordfall aus. Bei Grabungsarbeiten im Wald legen sie ein Auto frei, das womöglich mit dem Fall zu tun haben könnte.

Im Mai 1976 verschwand die damals 12-jährige Monika Frischholz spurlos. Nun gräbt die Polizei nach ihr

Im Mai 1976 verschwand die damals 12-jährige Monika Frischholz spurlos. Am Montag begann die Polizei in ihrem Heimatort mit Grabungsarbeiten.

DPA

Am Nachmittag des 25. Mai 1976 wird Monika Frischholz zuletzt lebend gesehen. Das damals zwölfjährige Mädchen verließ zu Fuß ihr Elternhaus im bayerischen Flossenbürg nahe der tschechischen Grenze. Ermittler werden ihren Weg später die Floßer Straße entlang bis zur Abzweigung Waldkirch rekonstruieren. Dort verliert sich ihre Spur. Und genau dort gräbt die Polizei aktuell ein Waldstück auf der Suche nach der Leiche der Zwölfjährigen um. Doch zunächst fanden die Beamten ein im Boden vergrabenes Auto, vermutlich einen alten VW Käfer, wie die Polizei dem stern bestätigte.

Erst im Dezember hatte die bayerische Polizei die Ermittlungsgruppe Froschau gegründet, die diesen Vermisstenfall nach fast 43 Jahren aufklären soll. Die Beamten gehen davon aus, dass das Mädchen ermordet wurde. Auch durch neue Zeugenaussagen sei man nun auf eben dieses Waldstück gekommen. Mit dem Fund des Autos habe man "nach den jüngsten Vernehmungen" gerechnet. "Es könnte einen Zusammenhang zum Fall Frischholz geben", sagte der Polizeisprecher ohne weitere Details nennen zu wollen. Noch habe man nichts in dem Wagen gefunden, weil dieser voller Erde sei. Am Montagabend meldete der "Bayerische Rundfunk", es sei keine Leiche im Autowrack gefunden worden. Woher die Informationen stammen, schreibt der Sender nicht.

Polizei will Leiche von Monika Frischholz finden

Zu möglichen Verdächtigen wollte sich der Sprecher zu diesem Zeitpunkt der Ermittlungen nicht äußern. Es sei noch niemand festgenommen worden, sagte er lediglich. "Zunächst geht es darum, die Leiche des Mädchens zu finden." Welche Erkenntnisse genau die Polizei zu diesem Waldstück geführt haben und warum sie davon ausgeht, dort die Leiche zu finden, das wollte der Polizeisprecher "mit Blick auf die laufenden Ermittlungen" nicht sagen. 

Nach wie vor lockt die bayerische Polizei mit einer Belohnung in Höhe von 10.000 Euro für "Mitteilungen, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen". Zeugen, die sich bislang noch nicht bei der Polizei gemeldet haben, können sich unter Rufnummer 0961/401-291 an die Polizei wenden. 

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