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Bayernkönig soll erschossen worden sein

Seit dem mysteriösen Tod Ludwigs II. im Starnberger See sind königstreue und sonstige Kriminologen damit beschäftigt, den wahren Hergang des Ablebens des Königs zu rekonstruieren. Es gibt unzählige Theorien und Behauptungen. Nun will ein Forscher die einzig wirkliche Wahrheit entdeckt haben.

Im Streit um die wahre Todesursache des bayerischen Märchenkönigs Ludwig II. glaubt der Berliner Hobby- Forscher Peter Glowasz den angeblichen Todesschützen herausgefunden zu haben. Ein bayerischer Gendarm soll im Juni 1886 den bayerischen Märchenkönig Ludwig II. erschossen haben, sagte Glowasz. Damit will Glowasz seine Theorie von der Erschießung des Monarchen untermauern. Nach offizieller Version ist König Ludwig II. nach seiner Entmündigung im Starnberger See ertrunken.

Die tödlichen Schüsse sollen Glowasz zufolge am 13. Juni 1886 um 18.52 Uhr gefallen sein. Die Uhr des Königs sei um 18.54 Uhr stehen geblieben, als Ludwig getroffen vom Bootssteg ins Wasser gefallen sei. Er habe von dort aus ein Boot besteigen und fliehen wollen. Der König soll aus dem Wasser gezogen und in die nahe gelegene königliche Badehütte gelegt worden sein. Sein Leibarzt Bernhard von Gudden soll sich als Schuldiger an der Katastrophe empfunden und erschossen haben. Glowasz: "Diese Schandtat musste geheim gehalten werden. Deshalb wurde ein Mord an Gudden und Selbstmord des Königs vorgetäuscht. Das heißt, beide Leichen wurden ins Wasser gelegt."

Zwei Zeugen sind schon tot

Als Quellen für seine Version nennt Glowasz Prinz Ludwig Ferdinand von Bayern, den Cousin Ludwigs II., und Prinz Konstantin von Bayern. Der Leibarzt von Prinz Konstantin soll die Kleidungsstücke des toten Königs mit den Einschusslöchern gesehen haben. Alle genannten Personen seien zwar bereits tot, gelten aber laut Glowasz als wichtige und seriöse Zeugen. Hinzu komme die Aussage einer noch lebenden Person, deren Vater Zeuge war, wie das Königshemd im Schloss Nymphenburg verbrannt worden sein soll. Weitere Fakten zur Erschießung des bayerischen Königs will Glowasz im Juni in Berlin offenlegen.

DPA/DPA

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