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Nach Raubüberfällen und Einbrüchen: Spanische Polizei jagt seit drei Monaten Überlebenskünstler in den Bergen

Mit Hunden, Hubschraubern und Wärmebildkameras: In den Bergen der Provinz Valencia sucht die spanische Polizei nach einem Einsiedler, der offenbar eine ganze Reihe von Verbrechen begangen hat. Die Fahndung dauert bereits drei Monate. 

Die spanischen Behörden suchen nach einem Überlebenskünstler, der eine Reihe bewaffneter Raubüberfälle begangen haben soll

Die spanischen Behörden suchen nach einem Überlebenskünstler, der eine Reihe bewaffneter Raubüberfälle begangen haben soll

In den Bergen südlich und nördlich von Ahillas jagt die spanische Polizei einen Überlebenskünstler, der mehrere bewaffnete Raubüberfälle begangen haben soll. Die Suche nach dem Mann läuft bereits seit Ende Februar, nachdem der Verdächtige offenbar zunächst drei Autos gestohlen und schließlich drei Polizeibeamte als Geisel genommen hatte, berichtete die spanische Zeitung "La Vanguardia". Spanische Medien tauften den Flüchtigen "Requena Rambo" - nach der Hauptfigur aus dem Film mit Sylvester Stallone aus dem Jahr 1982. 

Auf seiner Flucht soll der Mann weitere Verbrechen begangen haben. Bei einem Einbruch in eine Villa in Requena in Ostspanien soll er ein Ehepaar und einen Polizisten mit einer Waffe bedroht haben. Bei einem anderen Überfall wird er verdächtigt, aus nächster Nähe auf den Weingutbesitzer Juan José Martin geschossen zu haben, schreibt die Lokalzeitung "Las Pronvincias". Das Opfer hat offenbar nur überlebt, weil der Räuber leere Patronen abgefeuert hatte.

Zu dem Vorfall kam es am vergangenen Montag, als der Verdächtige den Geländewagen von Martin stehen wollte. Der Weinbergbesitzer erwischte ihn wohl auf frischer Tat. "Alles ging sehr schnell. Ich wusste nicht, dass der Dieb mit einer Schrotflinte bewaffnet war, und erwartete auch keine so heftige Reaktion. Ich habe ihn beleidigt und einen Stein nach ihm geworfen, aber ich habe ihn nicht geschlagen", erzählte Martin der "Las Pronvincias". "Ich dachte, ich würde sterben."

"Requena Rambo" weiter gefährlich

Der mutmaßliche Täter floh schließlich mit dem Range Rover des Opfers vom Tatort. Später fand die Polizei das Auto nur wenige Kilometer entfernt, nachdem es offenbar einen Unfall gegeben hatte. Seitdem versteckt sich der Flüchtige in den Bergen und raubt nach Angaben der Polizei auf der Suche nach Nahrung Ferienhäusern aus. 

Teaserbild Spurensuche
//"Spurensuche" 3.5
Das Böse in ihm – der Fall eines angekündigten Mordes

Die Einheit Rapid Action Group, die sonst hauptsächlich zur Terrorismusbekämpfung eingesetzt wird, unterstützt die Polizei bei der Suche nach dem Verdächtigen. Polizeihubschrauber durchkämmen die Gegend.

"Sollte jemand diesen Mann entdecken, bitten wir ausdrücklich, jegliche Konfrontation mit ihm zu vermeiden, da er ein Gewehr bei sich haben könnte", hieß es in einer Erklärung der spanischen Zivilgarde. "Stattdessen sollten Sie sofort die Polizei alarmieren."

Quellen: "La Vanguardia", "Las Pronvincias"

ivi
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