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Wiesbaden: Ermordete Susanna - Verdächtiger ist polizeibekannt

Nach dem Fund einer weiblichen Leiche in Wiesbaden gibt es traurige Gewissheit: Die vermisste 14-jährige Susanna ist tot. Polizei und Staatsanwaltschaft informierten auf einer Pressekonferenz. Der stern-Liveblog zum Nachlesen.

Bei der in Wiesbaden entdeckten Leiche handelt es sich um die vermisste 14-jährige Susanna aus Mainz. Nach dem Fund gaben Polizei und Staatsanwaltschaft auf einer Pressekonferenz im Justizzentrum der hessischen Landeshauptstadt ihre bisherigen Ermittlungsergebnisse bekannt. Es gebe demnach zwei Verdächtige, einer sei auf der Flucht, der andere festgenommen. Außerdem gebe es Hinweise auf eine Vergewaltigung der Schülerin. Die Polizei veröffentlichte ein Fahndungsfoto von dem flüchtigen Verdächtigen. Sie sucht den 20-jährigen Iraker Ali B., er soll sich in seine Heimat abgesetzt haben:

Ali B. , der mutmaßliche Mörder von Susanna aus Wiesbaden

Ali B. wurde im Nordirak festgenommen. Der 20-Jährige wird verdächtigt, die Schülerin Susanna in Wiesbaden ermordet zu haben

+++ Fund einer weiblichen Leiche in Wiesbaden: Lesen Sie hier im stern, was über den Fall bislang bekannt war +++

Lesen Sie die Pressekonferenz der Ermittler unten im stern-Liveblog noch einmal nach:

Die Pressekonferenz von Polizei und Staatsanwaltschaft

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Damit beenden wir die Live-Berichterstattung von der Pressekonferenz der Polizei und Staatsanwaltschaft in Wiesbaden. In Kürze lesen Sie beim stern weitere Hintergründe zu dem Fall der getöteten 14-Jährigen.
    Wir bedanken uns fürs Lesen.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Wir fassen an dieser Stelle die Pressekonferenz noch einmal zusammen:
    Die seit dem 22. März vermisste 14-jährige Susanna aus Mainz ist tot. Ein DNA-Abgleich bestätigte die Vermutung, dass es sich bei dem am Mittwoch in Wiesbaden entdeckten Leichnam um die sterblichen Überreste der Schülerin handelt. Das gaben Polizei und Staatsanwaltschaft in der hessischen Landeshauptstadt bekannt.
    Nach dem Hinweis eines 13-jährigen Flüchtlings konnte die Polizei einen 35-jährigen Türken als Tatverdächtigen festnehmen. Ein weiterer Verdächtiger, der 22-jährige Iraker Ali B., hat sich unter falschem Namen und mit Papieren der irakischen Botschaft über Düsseldorf und Istanbul in den Irak abgesetzt. Er ist bereits wegen mehrerer Gewaltdelikte polizeibekannt, zudem steht er unter Verdacht, im März eine Elfjährige vergewaltigt zu haben. B. kam 2015 als Flüchtling nach Deutschland, sein Asylantrag wurde abgelehnt, zuletzt war er hierzulande geduldet. Nach dem 20-Jährigen wird international gefahndet. Ihm werden - ebenso wie dem 35-jährigen Türken - Mord und Vergewaltigung vorgeworfen.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Ali B. soll dem 13-jährigen Jungen die Tat gestanden haben, dieser habe sich an die Behörden gewandt.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Man befinde sich jetzt am Anfang der Ermittlung. Es gebe Zeugenhinweise auf eine Vergewaltigung der Schülerin, so die Staatsanwaltschaft.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    "Es ist ein abstoßendes Verbrechen", so der Polizeipräsident. "Es muss aber auch gesagt werden, dass ein 13-jähriger Flüchtling entscheidend zur Aufklärung beigetragen hat."

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Zu dem festgenommenen 35-jährigen Türken finden sich bis auf einen ausländerrechtlichen Verstoß keine Einträge in den Akten der Polizei.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Ali B. ist vermutlich im Oktober 2015 in die Bundesrepublik eingereist. Zuletzt lebte er mit Eltern und Geschwistern in einer Unterkunft in Wiesbaden. Er beantragte wegen der Bedrohung durch Tot und Folter in seiner Heimat subsidiären Schutz. Das Bamf lehnte den Antrag ab, dagegen ging B. juristisch vor. Er ist seither geduldet.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Der Verdächtige sei mehrfach durch Gewaltdelikte, illegalen Waffenbesitz und Angriffe auf Polizeibeamte auffällig geworden. Auch eine Anzeige wegen der Vergewaltigung einer Elfjährigen sei eingegangen, der Verdacht konnte bislang aber nicht erhärtet werden.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Der Iraker habe Papiere von der irakischen Botschaft dabei gehabt: Ein sogenanntes Laissez-passer-Dokument, das die Ausreise erleichtert.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Der verdächtige 20-jährige Iraker Ali B. habe sich mit seiner Familie vom Flughafen Düsseldorf in Richtung Istanbul unter falschem Namen abgesetzt. Von dort sei er weiter nach Erbil im Irak geflogen.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Der entscheidende Hinweis auf den Leichenfundort und den Verdächtigen Iraker sei von einem 13-Jährigen gekommen, so Polizeipräsident Stefan Müller.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Es gibt in dem Fall zwei Verdächtige. Einer sei auf der Flucht, der andere festgenommen. Ihnen wird Mord und Vergewaltigung vorgeworfen.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Der Vertreter der Staatsanwaltschaft sprach der Familie und den Freunden sein Beileid aus.

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Todesursache sei "eine Gewaltanwendung am Hals", so der Staatsanwalt, "ein Tötungsdelikt".

  • Daniel Wüstenberg
    • Daniel Wüstenberg

    Achim Thoma von der Staatsanwaltschaftschaft bestätigt es nun auch noch einmal vor dem Plenum: "Es handelt sich bei dem Leichnam zweifelsfrei um Susanna F." Eine DNA-Analyse habe Gewissheit gebracht.