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Strom ausgefallen: 117.000 Hühner in Mastanlage gestorben

Mehr als 100.000 Hühner verendeten in einer Mastanalage in Sachsen-Anhalt aufgrund eines Stromausfalls. Naturschützern zufolge hätte dieser Unfall verhindert werden können - mit einer Alarmanlage und einem Bereitschaftsdienst.

In einer Mastanlage in Sachsen-Anhalt sind nach einem Stromausfall rund 117.000 Hühner verendet. Nach ersten Erkenntnissen sei die Lüftung in dem Betrieb in Bülstringen im Landkreis Börde in sechs Hallen ausgefallen, teilte die Polizei in Haldensleben am Montag mit. Sie schloss eine Straftat aus. Der Schaden wurde auf 350.000 Euro geschätzt.

Im Umspannwerk Haldensleben hatte es nach Angaben des Stromanbieters Eon Avacon Störungen gegeben, vermutlich aufgrund eines Gewitters. Diese hätten dann bereits am Samstag zu dem Ausfall der Lüftung in der Mastanlage geführt.

Die Polizei informierte Gewerbeaufsicht und Veterinäramt. Dieses hat bereits am Wochenende den Abtransport der Tiere angeordnet. Außerdem wird geprüft, ob ausreichend Notstromaggregate vorhanden und diese auch funktionstüchtig waren. "Offenbar hat die Sicherheit in dem Unternehmen versagt. Mir ist unverständlich, wieso es in einem so großen Stall offenbar keinen Bereitschaftsdienst und auch keine Alarmanlage gegeben hat", sagte die Geschäftsführerin des Naturschutzbundes NABU Sachsen-Anhalt, Annette Leipelt.

hw/DPA / DPA