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Großbritannien Hacker zapfen Tausende Webcams an


Schutz, der nach hinten losging: Hacker haben in Großbritannien private und geschäftliche Webcams angezapft und die Aufnahmen auf einer russischen Internetseite veröffentlicht.

Wer mit einer Internet-Kamera sein Anwesen, sein Auto oder sein Baby behüten will, könnte genau das Gegenteil erreichen: Hacker haben in Großbritannien zahllose private und geschäftliche Webcams geknackt und stellen die Aufnahmen live auf eine russische Internet-Seite, wie die Sicherheitsbehörden in London warnten. Die angezapften Geräte reichten von Babyphones mit Videofunktion bis zu professionellen Überwachungskameras von Büros, sogar das Treiben aus einer Turnhalle in Manchester wurde online übertragen.

Die in Russland betriebene Website nutze die schwachen Sicherheitsvorkehrungen von tausenden Kameras; die Standardeinstellungen für viele Systeme seien online zugänglich, sagte Simon Rice von der Datenschutzbehörde ICO. "Das ist eine Bedrohung, die alle von uns betrifft und gegen die wir uns schützen müssen."

Besondere Gefahr laufe, wer sein Eigentum nur von einer Überwachungskamera bewachen lasse und die Bilder selbst aus der Ferne anschaue. Als letzter Ausweg könne es helfen, die Kameralinse einfach abzudecken, wenn sie nicht gebraucht wird, damit sich keine Unbefugten die Aufnahmen anschauen können, riet Rice.

kup/AFP AFP

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