Teures Missgeschick Tausende Euro landen im Altpapier


Da kann man wirklich nur sagen: "Dumm gelaufen". Als eine Frau in Mönchengladbach nach einem längeren Klinik-Aufenthalt wieder zuhause war, wollte sie endlich aufräumen - also ab mit den alten Büchern ins Altpapier. Dummerweise hatte ihr Mann in den Schmökern eine Menge Geld versteckt.

Ein fatales Missgeschick hat einen Mann in Mönchengladbach nicht nur um den Erlös eines Autoverkaufs in Höhe von mehreren tausend Euro gebracht. Er muss jetzt auch noch die Kosten für die vergebliche Suche nach dem Geld in einem Altpapiercontainer bezahlen.

Nach Angaben vom Donnerstag wurde die Polizei am Abend zuvor zu dem ungewöhnlichen Einsatz gerufen. "Ein verzweifelter Mann wartete neben einem Altpapiercontainer in der Mönchengladbacher Innenstadt", hieß es in der Schilderung. Demnach berichtete der Unglücksrabe von seinem Missgeschick: Er habe das Auto seines Vaters verkauft und den Erlös in Höhe von mehreren tausend Euro in der Wohnung in mehreren alten Büchern im Schrank versteckt. Seine Frau sei zu dieser Zeit stationär in einem Krankenhaus gewesen. Nach ihrer Rückkehr in die Wohnung habe er jedoch vergessen, ihr von dem Geld in den Büchern zu erzählen. Die Frau habe dann während seiner Abwesenheit die Wohnung aufgeräumt und ausgerechnet diese Bücher entsorgt.

Suche blieb ohne Erfolg

Sie habe den Sohn der Familie beauftragt, zwei große Tüten voll mit Büchern und Zeitschriften wegzuschmeißen. Der Sohn kam der Anweisung seiner Mutter nach und warf den Inhalt der beiden Tüten in genau in den Altpapiercontainer, neben dem der Mann wartete.

Die Aufstellerfirma des Containers war nicht zu erreichen, daher wurde ein ortsansässiger Abschleppunternehmen beauftragt. Dieses erschien mit einem geeigneten Fahrzeug vor Ort und entleerte den Container. Trotz intensiver Suche im ausgeleerten Altpapier konnten die Bücher mit dem Bargeld laut Polizeibericht aber nicht gefunden werden. Für den Mann kommt es damit noch schlimmer: Die Kosten für den vergeblichen Einsatzes des Bergungsunternehmens muss er nun auch noch tragen. Bleibt nur die Hoffnung, dass das Geld jemand gefunden hat, der es wirklich nötig hat.

AP/DPA AP DPA

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