Partnerland

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Minister Dobrindt (l.)

Deutschland berät mit EU-Partnern über Abschiebe-Zentren in Drittstaaten

Deutschland treibt mit einigen Partnerländern in der EU die Planungen für so genannte Rückführzentren in Drittstaaten voran. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums vom Donnerstag nahm eine Arbeitsgruppe ihre Beratungen über ein Konzept auf, das konkret aufzeigen solle, "wie innovative Drittstaatenmodelle entwickelt und umgesetzt werden können". Im Zentrum der Planungen steht das Bemühen, abgelehnte Asylbewerber außerhalb der EU unterzubringen, falls sie nicht in ihre Herkunftsländer abgeschoben werden können.
Wolodymyr Selenskyj

EU-Gipfel: Ringen um Nutzung russischer Vermögen für die Ukraine

Auf dem EU-Gipfel in Brüssel haben sich die Partnerländer ein zähes Ringen um die Verwendung der in Europa eingefrorenen russischen Vermögenswerte geliefert. Eine Nutzung der Gelder für sogenannte Reparationsdarlehen für die Ukraine wäre eine "bedeutende Entscheidung", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Donnerstag in Brüssel und drängte die europäischen Verbündeten zu einer entsprechenden Einigung. Beim Thema Verteidigung einigten sich die 27 Staats- und Regierungschefs hingegen auf einen zügigen und großangelegten Ausbau der europäischen Fähigkeiten.
Video: Leopard-Panzer für Ukraine werden in Polen repariert

Video Leopard-Panzer für Ukraine werden in Polen repariert

STORY: Deutschland, Polen und die Ukraine haben den Aufbau eines Reparatur-Zentrums für Leopard-Panzer vereinbart. Man habe eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius am Freitag am Rande des "Ramstein-Treffens" der westlichen Verteidigungsminister. "Jedes Material, was sie in diesen Krieg liefern, ob Panzer oder Kampfunterstützungspanzer und andere Gerätschaften, wie Haubitzen oder eben Patriot-Systeme haben Verschleiß. Gerade dann, wenn sie im Gefecht im Dauereinsatz sind. Deswegen bin ich sehr froh, dass ich heute mit meinem polnischen Kollegen und dem ukrainischen Kollegen, Olexij, ein Memorandum of understanding unterschreiben konnte, darüber, dass wir einen gemeinsamen Instandsetzungs-Hub in Polen einrichten werden. Für die gesamte Leo 2-Flotte, also die 2 A4 und die 2 A6, so dass nahe der polnisch-ukrainischen Grenze sichergestellt wird, dass diese Panzer schnell bei Bedarf - und der Bedarf wird steigen - instandgesetzt und repariert werden können." Die Kosten von 150 bis 200 Millionen Euro jährlich werde man fair auf die Partnerländer verteilen, sagte Pistorius. Wie zuvor Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sicherte auch der Bundesverteidigungsminister der Ukraine weitere militärische Unterstützung zu. Am Samstag werde die Ausbildung von ukrainischen Soldaten an den Leopard 1-A5-Panzern beginnen. Deutschland, die Niederlande und Dänemark wollten ab Jahresmitte 80 dieser Kampfpanzer an die Ukraine liefern. "
Video: Biden: Beziehungen zu China haben keinen großen Schaden genommen

Video Biden: Beziehungen zu China haben keinen großen Schaden genommen

STORY: Der jüngste Zwischenfall mit einem chinesischen Ballon über den Vereinigten Staaten hätte das Verhältnis beider Staaten nicht zusätzlich beschädigt - so äußerte sich Präsident Joe Biden am Mittwoch im US-amerikanischen Fernsehen. Auf die Frage, ob die Beziehungen zwischen den USA und China einen schweren Schlag erlitten hätten, sagte Biden: "Nein. Nein." "Wissen Sie, es gab bereits unter der Vorgängerregierung mehrere dieser Ballons, und sie wussten nicht einmal davon." Aus dem US-Verteidigungsministerium hatte es geheißen, der Ballon sei Teil einer ganzen Flotte, die China über fünf Kontinenten zur Spionage einsetze. Chinesische Spionageballons hätten während der Amtszeit von Präsident Donald Trump mindestens dreimal - und unter Präsident Joe Biden mindestens einmal kurzzeitig die USA überflogen. "Können Sie sich irgendeinen anderen Regierungschef vorstellen, der mit Xi Jinping tauschen würde? Kein Scherz. Kennen Sie einen? Ich kann mir keinen vorstellen. Dieser Mann hat enorme Probleme. Er hat aber auch großes Potenzial. Momentan hat er eine Wirtschaft, die nicht sehr gut läuft. Und er befindet sich in einer Situation, in der zum Beispiel alle davon ausgingen, dass China Russland in der Ukraine voll zur Seite stehen würde. Sie tun das aber nur ein bisschen." Unterdessen haben die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Australien begonnen, gemeinsame Manöver über der Wüste von Nevada durchzuführen, um Einsätze etwa gegen Kampfflugzeuge und Luftabwehrsysteme zu simulieren. Die jährlichen Übungen sollen zwar in keinem Zusammenhang mit jüngsten Ereignissen stehen. Aber man trainiere, um für alles gewappnet zu sein, so U.S. Air Force Colonel Jared Hutchinson. "Wir glauben, wenn wir für China bereit sind, sind wir für jeden bereit".
Video: BioNTech liefert Impfstoff-Produktionsanlagen nach Afrika

Video BioNTech liefert Impfstoff-Produktionsanlagen nach Afrika

BioNTech will im kommenden Jahr mit der Herstellung von Impfstoffen in Afrika starten. Der Aufbau der ersten mRNA-Produktionstätte soll Mitte 2022 beginnen, wie das Mainzer Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Bei einem Treffen am Standort Marburg präsentierte Biontech die neuartigen Produktionsanlagen, in Anwesenheit des Chefs der Weltgesundheitsorganisation WHO, der Präsidenten des Senegal, Ruandas und Ghanas. Auch Entwicklungsministerin Svenja Schulze wr vcor Ort. Ugur Sahin, Vorstandsvorsitzender von Biontech, sagte: "Die Innovation, die wir entwickelt haben, folgt dem elementaren Prinzip der Verringerung der Komplexität durch Kopieren der Produktionseinheiten und deren Übertragung an einen anderen Ort." Die von Biontech entwickelten "BioNTainer" sollen für die Herstellung verschiedener mRNA-Impfstoffe ausgerüstet sein wie für das Covid-19-Vakzin der Firma und ihres Partners Pfizer, aber auch für die Malaria- und Tuberkuloseimpfstoffe von Biontech, die noch in der Entwicklung sind. Die Anlage besteht aus insgesamt zwölf Containern von je zwölf Metern Länge. Ziel ist die Herstellung des Wirkstoffs sowie des abfüllfertigen, formulierten Impfstoffs. Eine Anlage soll zunächst eine Produktionskapazität von beispielsweise bis zu 50 Millionen Dosen des Covid-Impfstoffs pro Jahr haben. Die Abfüllung und Verpackung sollen Partner vor Ort übernehmen. Der Produktionsbeginn wird zwölf Monate nach Lieferung der "BioNTainer", so erwartet das Unternehmen. Geplante Partnerländern sind der Senegal, Ruanda und gegebenenfalls Südafrika, ein neues Projekt in Ghana soll die Herstellung mit Kapazitäten zur Abfüllung und Verarbeitung unterstützen. Noch importiert Afrika 99 Prozent seiner Impfstoffe. Rund 11,5 Prozent der Menschen auf dem Kontinent sind laut Portal Our World in Data vollständig gegen Covid-19 geimpft.