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Todesstrafe in Texas: Polizistenmörder mit Giftspritze hingerichtet

Vor 14 Jahren erschoss Manuel Garza Jr. einen Polizisten. Jetzt wurde der 35-Jährige im US-Bundesstaat Texas hingerichtet. Zu den Angehörigen der Opfer sagte er: "Wir sehen uns auf der anderen Seite".

Im Gefängnis von Huntsville in Texas ist am Mittwochabend ein verurteilter Mörder per Giftspritze hingerichtet worden. Der 35-jährige Manuel Garza Jr. hatte vor 14 Jahren bei einem Gerangel einen Polizisten erschossen, berichtet die Zeitung "San Angelo Standard-Times".

Garzas letzte Worte richteten sich an die Angehörigen und Freunde des Opfers. Er sagte, er bedauere, ihnen so viel Schmerz bereitet zu haben. "Wahrscheinlich hassen sie mich", sagte er mit Blick auf drei Freunde des Opfers, die in blauen Polizeiuniformen im Zuschauerraum saßen. "Ich wünsche ihnen Friede und Liebe und hoffe, dass Sie Gott finden, so wie ich. Wir sehen uns auf der anderen Seite."

Als das Gift durch seine Adern zu fließen begann, sagte Garza: "Hier kommt es". Ein kurzes Aufheulen, drei tiefe Atemzüge, drei flache. 26 Minuten später erklärte man ihn für tot.

Laut "San Angelo Standard-Times" hatte Garza bereits vor seiner Verhaftung ein langes Vorstrafenregister. Er war im Februar 2001 mit dem damals 37-jährigen Polizisten John “Rocky” Riojas in ein Handgemenge geraten. Dabei griff er sich die Waffe des Beamten und schoss ihm in den Kopf. Einen Tag später meldete sich ein Mann bei der Polizei, dem die Dienstwaffe zum Verkauf angeboten wurde. Garza wurde daraufhin gefasst.

Es war die sechste Hinrichtung in Texas und die 13. in den USA seit Jahresbeginn. Das Oberste Gericht in Washington hatte im vergangenen November einen Aufschub in dem Fall abgelehnt. Die Rechtsanwälte des Mannes hatten argumentiert, dass die Waffe damals aus Versehen losging und angeführt, dass ihr Mandant eine schwere Kindheit hinter sich hatte.

jek/DPA / DPA
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