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Trennungsstreit mit der Ex: Engländer bulldozert sein eigenes Haus nieder

Fünf Jahre baut ein Engländer an seinem Traumhaus auf den schottischen Orkney-Inseln. Dann verkracht er sich mit seiner Freundin, sie will das Haus versteigern. Er rächt sich mit dem Bulldozer.

Emotionen sind bei Trennungen immer im Spiel, Abrissbagger eher selten

Emotionen sind bei Trennungen immer im Spiel, Abrissbagger eher selten

Manchmal geht bei einer Trennung etwas mehr in die Brüche als nur die Beziehung. In einem Fall von den schottischen Orkney-Inseln lag am Ende ein ganzes Haus in Trümmern. Den spektakulären Fotobeweis gibt es auf der Seite der "Daily Mail" zu sehen.

Die Kurzfassung der zugehörigen Geschichte geht so: Der 66-jährige Engländer Paul L. war 2001 mit seiner damaligen Frau Jackie auf die idyllische Insel Eday gezogen. Um das Liebesglück perfekt zu machen, errichtete er eigenhändig ein großzügiges Einfamilienhaus mit wunderschönem Meerblick. Doch noch bevor das Haus fertiggestellt war, war die Ehe am Ende und Paul drohte das Haus ein erstes Mal zu verlieren.

Dann lernte er per Onlinedating Valerie kennen. Die Beiden wurden ein Paar und Valerie lieh Paul ihre Ersparnisse - rund 200.000 Pfund (240.000 Euro) - um die Ex-Frau auszubezahlen. Der Plan sei gewesen, das Haus ohne Zeitdruck zu verkaufen und mit Valerie ein neues Leben anzufangen, berichtet der Rentner. Doch auch mit Valerie geht es nicht lange gut. Sie trennen sich und Valerie setzt Paul unter Druck, das Haus so schnell wie möglich zu verkaufen. Als sie ihre Anwälte einschaltet, um die Schulden einzutreiben, sieht der Hausbauer rot.

Der frühere Bauunternehmer besorgt sich einen Abrissbagger und fährt damit mitten in der Nacht zu dem Haus. Als die Sonne aufgeht, liegt sein Heim in Trümmern. "Ich habe dieses Haus für die Ewigkeit gebaut und fünf Jahre gebraucht, es hochzuziehen und widerstandsfähig zu machen", erzählt Paul. Der Abriss habe lediglich fünf Stunden gedauert. Er habe aus verletztem Stolz gehandelt. "Es schien sehr unfair. Das Haus plattzumachen war ein Weg etwas zu tun", rechtfertigt er sich.

Der enttäuschte Liebhaber hofft nun, dass er mit der Ruine sowie einem zweiten Objekt auf der Insel möglichst viel erlösen kann, um seine Schulden bei der Ex zumindest ansatzweise begleichen zu können. "Ich wollte Val nicht ruinieren. Ich wollte sie nur wissen lassen, dass sie das nicht einfach tun kann, ohne dafür zu bezahlen", sagt er. Ruiniert hat er wohl vor allem sich selbst. Paul lebt nun in einer Mietwohnung und steht nach eigener Aussage vor dem finanziellen Bankrott.

bak
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