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Massengrab mit 800 Kinderskeletten Dunkle Vergangenheit holt Irland ein

Die sterblichen Überreste von fast 800 Kindern wurden hier in einem unmarkierten Massengrab gefunden, nahe eines Heims für unverheiratete Mütter in Irland. In alten Akten steht, dass die Kinder an Unterernährung oder ansteckenden Krankheiten starben. Jetzt läuft eine Kampagne in Tuam, im County Galway, um an sie zu erinnern. Für diejenigen, die die Kinderleichen damals entdeckten, im Jahr 1975, war der Fund ein Schock. Barry Sweeney erinnert sich noch gut: O-Ton Barry Sweeney: "Da war so eine Betonplatte und die hatte einen Riss. Francis und ich haben daran herumgerissen und da war's dann: Jede Menge Schädel, übereinandergetürmt. Wir waren ja bloß Kinder und sind weggerannt." Das Heim wurde damals von katholischen Nonnen betrieben. Ein Repräsentant des zuständigen Erzbistums erklärte: O-Ton Father Fintan Monaghan: "Nun, ich denke, wir können die Vergangenheit nicht von unserem heutigen Standpunkt aus beurteilen. Was wir tun können, ist, dies zu einem angemessenen Ort zu machen, für diejenigen, die sich an Babys erinnern möchten, die hier gestorben sind." Irischen Medienberichten zufolge hat die Gemeinde der Nonnen, die das Heim damals betrieb, eine kleine Spende gemacht zugunsten eines Denkmals ORT: TUAM (IRLAND)
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In sogenannten Heimen für gefallene Mädchen sind Babys zu Tausenden gestorben und wurden anonym verscharrt. Im Örtchen Tuam soll nun ein Denkmal errichtet werden. 
Reuters

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