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Uniklinik Hamburg Arzt soll bei Morgenvisite Patientin sexuell missbraucht haben

UKE Eppendorf - Eingangsbereich der Hamburger Uniklinik
Schwere Zeiten für das UKE Hamburg: Nach einem Schleuser- und einem Organspende-Skandal folgt nun ein Prozess gegen einen Arzt, dem sexueller Missbrauch einer Patientin vorgeworfen wird.
© Axel Heimken/dpa
Der Arzt kam während der Morgenvisite an der Uniklinik Hamburg und behauptete dreist, seine Handlungen seien medizinisch notwendig: Nun muss er sich vor Gericht verantworten. Ihm wird sexueller Missbrauch in zwei Fällen vorgeworfen.

Das Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) kommt nicht aus den Schlagzeilen. Nach einem möglichen Transplantationsskandal und Schleuservorwürfen gegen einen Arzt wird nun einem weiteren Mediziner des Klinikums vorgeworfen, eine Patientin sexuell belästigt zu haben.

Wie das "Hamburger Abendblatt" berichtet, beziehen sich die Vorwürfe auf zwei Vorfälle, die sich vor drei Jahren ereignet haben und ab dem kommenden Montag vor Gericht verhandelt werden. Anfang Oktober 2013 soll der angeklagte Arzt eine Patientin sexuell missbraucht haben. Während der Morgenvisite habe der Mediziner sexuelle Handlungen an der Frau vorgenommen, die er als medizinisch notwendig hingestellt haben soll.

Patientin der Uniklinik musste untersucht werden

Der Fall kommt erst jetzt vor Gericht, da sich die Ermittlungen hingezogen haben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte der heute 36-Jährige die Vorwürfe stets bestritten. Aus diesem Grund habe ein medizinisches Fachgutachten erstellt werden müssen. Nun muss sich der Mediziner vor dem Landgericht wegen sexuellem Missbrauchs unter Ausnutzung eines Behandlungsverhältnisses verantworten.

dho

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