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US-Passagierflugzeug: Notlandung mit Loch im Dach

Es könnte die Anfangsszene eines Katastrophenfilms sein: Über der Gepäckablage eines Flugzeugs klafft ein Loch, der Kabinendruck fällt, die Sauerstoffmasken fallen aus der Decke. Passagiere eines US-Flugzeugs erlebten die Szene hautnah - mit einem glücklichen Ausgang.

Ein Flugzeug der US-Fluggesellschaft Southwest mit 118 Menschen an Bord ist nach Berichten von Fluggästen am Freitag mit einem Loch im Kabinendach sicher im Bundesstaat Arizona gelandet. Nach US-Medienangaben fiel der Kabinendruck etwa 40 Minuten nach dem Start auf dem Flug von Phoenix (Arizona) nach Sacramento (Kalifornien) plötzlich rapide ab. Im Bereich der Gepäckablage hatte sich ein Teil der Außenhülle gelöst. Der Pilot habe sofort eine Notlandung eingeleitet und den Militärflughafen in Yuma an der Grenze zu Mexiko angeflogen.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA und der Flughafen von Sacramento bestätigten den Notfall, machten jedoch keine Angaben zur Ursache des Druckabfalls. Passagiere sprachen von einem ein bis zwei Meter langen Loch in der Flugzeughaut. " Keiner der 118 Passagiere sei verletzt worden, betonte die Fluggesellschaft. Einige sollen durch den sinkenden Druck in der Kabine ohnmächtig geworden sein.

Freier Blick auf den Himmel

Wodurch der Riss in der Kabinendecke entstanden ist, ist bislang unklar. Die Passagierin Brenda Reese berichtete von einem lauten Knall, wie ein Pistolenschuss. Als sie hoch schaute, konnte sie den Himmel durch einen Riss in der Kabinendecke sehen. Das FBI spricht von einem technischen Defekt und schließt einen Anschlag aus. Bereits im Juli 2009 musste eine Southwest-Maschine wegen eines ähnlichen Vorfalls notlanden.

swd/DPA/AFP / DPA
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