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Video Bayern: Polizei beschlagnahmt Luxus-Autos

Polizeieinsatz am Mittwoch im Industriegebiet Kösching in Oberbayern. Teil einer großangelegten Aktion der Europäischen Staatsanwaltschaft in mehreren europäischen Ländern. Dabei wurden 28 Objekte in Italien, eines in Bulgarien und 17 Objekte in Bayern durchsucht. Allein in Bayern waren mehr als 80 Beamte von Polizei und Steuerfahndung eingesetzt, darunter auch Kräfte eines Spezialeinsatzkommandos. Andreas Aichele, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord: "Hier sind mehrere Fahrzeuge sichergestellt worden, sehr hochwertige Fahrzeuge und wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass genau mit solchen Fahrzeugen ein massiver Umsatzsteuerbetrug stattgefunden hat. Insgesamt sprechen wir von einem Schaden von mindestens 13 Millionen Euro." Bei der Polizeiaktion wurden mehrere Haftbefehle vollzogen sowie umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Nach den bisherigen Ermittlungen verkauften die Beschuldigten über ein sogenanntes Umsatzsteuerkarrussel Fahrzeuge mehrfach über mehrere EU-Länder und ließen sich dabei angeblich bezahlte Umsatzsteuer vom Staat erstatten. Die in Kösching sichergestellten Fahrzeuge sollen nun verkauft werden: "Und diese Fahrzeuge werden jetzt die Verwertung zugeführt. Das heißt also salopp gesagt, man versucht sie schnell zu Geld zu machen. Einfach deswegen, um der Staatskasse das Geld wieder zur Verfügung zu stellen und zu diesem eingetreten Steuerschaden, den die Täter verursacht haben, etwas zu minimieren." Die festgenommen Hauptverdächtigen sollen nach bisherigen Erkenntnissen zur italienischen Mafia-Organisation „Ndrangheta" gehören. Ihnen wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie vielfacher Betrug vorgeworfen.
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Mit Aktionen in drei Ländern ist die Europäische Staatsanwaltschaft am Mittwoch gegen die Mafia vorgegangen.

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