Schmuck und Bargeld Altenpflegerin beklaute Seniorinnen im Heim – mit Wildkamera überführt

Eine Altenpflegerin geht mit einer Bewohnerin durch ein Seniorenheim (Archivbild)
Eine Altenpflegerin geht mit einer Bewohnerin durch ein Seniorenheim (Archivbild)
© Sina Schuldt / DPA
In Bayern ist eine Altenpflegerin zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil sie Senioren Schmuck und Geld klaute – aber ihre Vorgesetzten überführten sie.

Das Amtsgericht Traunstein in Bayern hat eine Altenpflegerin zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und zwei Monaten auf Bewährung verurteilt. Zudem muss die 45-Jährige wegen der besonderen Verwerflichkeit ihrer Tat 2000 Euro an die Caritas zahlen. 

Ihre Tat: Die Altenpflegerin hat die Bewohnerinnen eines Pflegeheims beklaut. Sie nahm sich Schmuck, Uhren und Bargeld. Der Wert des Diebesguts soll laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung rund 3000 Euro betragen haben. 

Betreiber installieren heimlich eine Wildkamera

Außergewöhnlich war die Lösung des Falles. Die Betreiber des Pflegeheims stellten der Diebin eine Falle. Es gab bereits in den Jahren zuvor eine Serie von Diebstählen und diesmal wollten sie den Täter schnappen. Dazu installierten sie eine Wildkamera in einem Zimmer und legten dort einen 50-Euro-Schein aus – es funktionierte. Die Altenpflegerin ging in die Falle, alles von einer Kamera aufgezeichnet.

Bei der anschließenden Hausdurchsuchung fand die Polizei die gestohlenen Schmuckstücke. Goldringe und -ketten, Anhänger, Uhren, Broschen, Perlenketten, insgesamt 26 an der Zahl. Nicht alle konnten den Bewohnerinnen des Heims zugeordnet werden. Mit der früheren Diebstahlserie hatte die Altenpflegerin wohl nichts zu tun.

Altenpflegerin entschuldigt sich

Vor Gericht entschuldigte sich die Altenpflegerin, die nicht vorbestraft war: "Ich sollte mich um sie kümmern und habe die Schwächsten beklaut. Das tut mir leid", sagte sie laut dem Bericht. 

Ihr Motiv war Ärger über die Arbeit: "Ich war frustriert", sagte sie. Die Arbeitsbedingungen waren schwierig. Sie habe wegen des Personalmangels häufig Nachtschichten und Wochenenddienste übernehmen müssen. Zudem sei sie von den Bewohnern schlecht behandelt worden. 

Das Seniorenheim hat ihr gekündigt, sie arbeitet jetzt in einem anderen Beruf.

Quellen: "Bild"

tis

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