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Video China: Krise bei Immobilienkonzern Evergrande verschärft sich

Aufgebrachte Kunden haben sich am Donnerstag vor dem Hauptsitz des chinesischen Krisenkonzerns Evergrande in Shenzen versammelt. Sie verlangten ihr Geld zurück. Viele Anleger rechnen mit einer Pleite des zweitgrößten Immobilienentwicklers des Landes, der unter einem Schuldenberg von mehr als 300 Milliarden Dollar ächzt. Das entspricht in etwa dem gesamten Bruttoinlandsprodukt von Finnland. Die Evergrande-Aktien sind seit Anfang des Jahres um mehr als 85 Prozent eingebrochen. "Ich bin jetzt bei Evergrande. Ich fühle mich wie ein Bettler. Ich bin sogar einem Bettler unterlegen, denn die können auf der Straße betteln. Ich habe nicht einmal das Recht zu betteln. Sie erlauben mir nicht einmal, eine Schale vor mich zu stellen." Der Immobilienriese bemüht sich händeringend, frische Mittel aufzutreiben. Inzwischen wachsen aber die Zweifel, dass das Unternehmen auf staatliche Unterstützung zählen kann. Seit Monatsbeginn haben die Titel knapp 40 Prozent an Wert verloren. Das Sicherheitspersonal versuchte, die Demonstranten zu vertreiben, indem es ein Schild mit der Aufschrift "Die Polizei sammelt Beweise" hochhielt.
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Auch die deutschen Unternehmen sind besorgt, dass in China eine Blase platzten könnte. Der Konsum in China könnte dann leiden, befürchten Experten.

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