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Video Deutschland will Beziehungen mit Indien ausbauen

STORY: Mit einem Migrations- und Mobilitätsabkommen will Deutschland die Beziehungen zu Indien weiter ausbauen. Bundesaußenministerin Annalena Baerbock und ihr indischer Amtskollege Subrahmanyam Jaishankar unterzeichneten am Montag in Neu-Delhi eine entsprechende Vereinbarung. Gerade in Indien gebe es "großes Potenzial", sagte Baerbock mit Blick auf die indische Bevölkerung von mehr als 1,3 Milliarden Menschen. Mit dem neuen Abkommen sollen unter anderem Bürokratie abgebaut und Visa-Wartezeiten verkürzt werden. "Denn wir wollen, dass hochqualifizierte Fachkräfte und junge Menschen aus Indien zukünftig leichter nach Deutschland kommen können, um dort zu studieren, zu arbeiten oder eben eine Ausbildung zu beginnen." Mit Blick auf das Nachbarland China sagte die Grünen-Politikerin, Indien sei kein Ersatzpartner. "Weil: Indien war schon immer Partner für Deutschland und auch Partner für die Europäische Union. Aber diese Partnerschaft, die wollen wir weiter vertiefen und wollen wir weiter ausbauen." Mit Indien teile man demokratische Überzeugungen und Menschenrechtsvorstellungen, sagte Baerbock. Russland habe gezeigt, wie gefährlich es sein könne, von Partnern abzuhängen, die eben nicht Wertepartner seien. Auf den am Wochenende von den EU-Staaten beschlossenen Preisdeckel für russisches Öl reagierte Indien am Montag zurückhaltend. Außenminister Jaishankar verwies darauf, dass die Europäer seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine mehr fossile Energieträger aus Russland importiert hätten als die nächsten zehn Staaten weltweit zusammen. Indem die EU nun im Mittleren Osten einkaufe, treibe sie die Preise auch für Länder wie Indien nach oben.
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Bundesaußenministerin Baerbock und ihr indischer Amtskollege Jaishankar unterzeichneten am Montag in Neu-Delhi ein Migrations- und Mobilitätsabkommen. Ein Ersatzpartner für China sei Indien aber nicht, sagte Baerbock.

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