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Video Dreyer und Spahn verurteilen Mord in Idar-Oberstein

Hinweis: Dieser Beitrag wird Ihnen ohne Sprechertext gesendet. O-TON MINISTERPRÄSIDENTIN VON RHEINLAND-PFALZ MALU DREYER (SPD) "Wir sehen bereits jetzt, dass dieser schreckliche Mord instrumentalisiert wird. Das beobachten wir natürlich ganz genau, denn das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Wir sehen, dass es eine Protestbewegung gegen die staatlichen Beschränkungsmaßnahmen aus dem Bereich der Corona-Leugner und im Lager der sogenannten Querdenker gibt. Dort wird diese Gewalttat gerechtfertigt, ja, sie wird dort sogar begrüßt. Wir sehen, dass Angehörige dieser Szene sich zunehmend radikalisieren und auch vor Gewalttaten nicht zurückschrecken. Ich sage deshalb sehr, sehr deutlich: Wer einen Mord rechtfertigt, ja sogar begrüßt, bereitet den Boden für neue Gewalt. Hass tötet. Wir haben immer wieder festgestellt, dass Gewalt mit Worten beginnt, dass aber irgendwann Radikalisierung folgt und dass schreckliche Taten folgen können, wie es jetzt leider geschehen ist." "Polizei und Justiz werden die persönlichen Umstände des Täters klären sowie die Frage, wie dieser an die Tatwaffe gekommen ist. Der Tatverdächtige hat in seiner ersten Einlassung mitgeteilt, dass die staatlichen Einschränkungen im Zusammenhang mit der Pandemiebewältigung mit zu der Tat beigetragen haben könnten. Das ist unfassbar zynisch und unfassbar schrecklich. O-TON BUNDESGESUNDHEITSMINISTER JENS SPAHN (CDU) "Der Ermordete hat schützen wollen sich und andere, indem er auf die Maskenpflicht, auf die geltende, hingewiesen hat. Es war ein kaltblütiger Mord. Es ist ja sogar nicht im Affekt gewesen, sondern derjenige ist zurück, er ist nach Hause gefahren, hat sich das sehr wohl überlegt. Und die Frage ist ja, was ist das eigentlich für ein Umfeld? Was sind das für Umstände, wo eine solche Tat entstehen kann?" "Und deswegen, das ist mir nochmal sehr wichtig in einer Zeit, wo es gerade viele Spannungen gibt. Nach 18 harten Monaten für uns alle, in vielen Familien, in den Betrieben, in der Gesellschaft insgesamt, dass aus diesen Spannungen nicht Spaltungen werden. Deswegen sollten wir klar und entschieden zu jeder Form von Pandemie-Extremismus Nein sagen."
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Zu jeder Art von Pandemie-Extremismus sei "nein" zu sagen, so der Bundesgesundheitsminister am Mittwoch.

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