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Video Dutzende von Coronavirus-Fällen auf Flügen aus Südafrika

Weltweit schlagen Dutzende Länder wegen des Auftretens der neuen Coronavirus-Variante Omikron Alarm. Zahlreiche Staaten beschlossen am Freitag, sich mit weitgehenden Flug- und Einreiseverboten sowie neuen Quarantänevorschriften gegen eine Einschleppung aus dem Süden Afrikas zu wappnen. Niederländische Gesundheitsbehörden teilen mit, dass Dutzende von Menschen, die am Freitagabend mit zwei Flügen aus Südafrika in Amsterdam ankamen, wahrscheinlich mit dem Coronavirus infiziert sind. Sie alle werden nun auf die kürzlich entdeckte Variante B.1.1.529 untersucht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO stufte die erstmals in Südafrika entdeckte Variante Omikron als besorgniserregend ein. WHO-Epidemiologin Maria van Kerkhove teilte mit, der Erreger weise eine große Anzahl von Mutationen auf, von denen einige besorgniserregende Merkmale aufwiesen. Vier andere Varianten, darunter die in Deutschland dominierende Delta-Variante, werden bislang in der Kategorie "besorgniserregend" geführt. In Deutschland wurde die Mutation nach Angaben des Bundesinnenministeriums bislang nicht entdeckt. Es sei aber davon auszugehen, dass die Verbreitung bereits deutlich größer sei als die bekannten Fälle in Südafrika, Botswana, Hongkong, Israel und Belgien. Unklar sei, ob die Wirkung von Impfstoffen geringer sei. Das Mutationsprofil deute jedoch darauf hin, dass eine herabgesetzte Impfstoffwirkung zumindest ernsthaft in Betracht gezogen werden müsse, so das Ministerium. Südafrikas Gesundheitsminister Joe Phaahla kritisierte die Reiseeinschränkungen als ungerechtfertigt, räumte aber ein, dass die Variante vorläufigen Studienerkenntnissen zufolge möglicherweise leichter übertragbar sei. In Hongkong bezweifelte der Epidemiologe Ben Cowling, dass man die neue Variante mit Reiseeinschränkungen noch eindämmen könne. Das Virus sei höchstwahrscheinlich schon an anderen Orten.
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Das Mutationsprofil der neuen Variante B.1.1.529 deute darauf hin, dass eine herabgesetzte Impfstoffwirkung ernsthaft in Betracht gezogen werden müsse, so das Bundesinnenministerium.

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