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Video Haftstrafen und Sicherungsverwahrungen im Prozess um Pädophilie-Plattform "Boystown"

STORY: Urteilsverkündung am Dienstag am Frankfurter Landgericht. Im Prozess rund um die kinderpornografische Pädophilen-Plattform „Boystown“ im sogenannten Darknet wurden gegen die Betreiber hohe Haftstrafen verhängt. Einer der Männer muss für zwölf Jahre in Haft, ein weiterer für zehneinhalb Jahre. Zudem verhängten die Richter in beiden Fällen Sicherungsverwahrung. Sie sahen es als erwiesen an, dass beide Männer auch selbst Kindern sexuelle Gewalt angetan haben. Zwei weitere Angeklagte müssen für sieben beziehungsweise acht Jahre ins Gefängnis. Dazu Sebastian Zwiebel, Sprecher der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt: "Jeder, der im Darknet Kinderpornografie austauscht, jeder, der eine Plattform betreibt, muss wissen - und das ist das Signal, was heute auch gesendet wird - , dass er strafrechtlich verfolgt wird. Dass wir keine Mühen scheuen, auch bis nach Südamerika Menschen zu verfolgen, damit diese Missbrauchstaten strafrechtlich verfolgt werden." Die internationalen Ermittlungen hatten Monate in Anspruch genommen. Im Frühjahr 2021 konnte das Bundeskriminalamt dann das Portal zerschlagen. In dem Darknet-Forum hatten zuvor Nutzer Zugriff auf Bilder und Videos, die überwiegend den sexuellen Missbrauch von Jungen dokumentierten. Das Portal mit dem Namen „Boystown“ soll nach Angaben der Ermittler zuletzt etwa 400.000 Mitglieder gehabt haben.
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Die internationalen Ermittlungen hatten Monate in Anspruch genommen.

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