VG-Wort Pixel

Video Hoffnung für Ugandas Nashörner

Einst streiften Hunderte Nashörner durch das satte Grün der Landschaft Ugandas. Doch während des 20. Jahrhunderts wurde den Tieren ihr Horn, für das auf dem Schwarzmarkt hohe Preise gezahlt werden, zum Verhängnis. Wilderer dezimierten die Population deutlich. Die politische Unruhe im Land, auch die Diktatur unter Idi Amin, ließ ihnen nahezu freie Hand. Nach Angaben der ugandischen Wildtierbehörde brachten Wilderer bis 1983 alle Exemplare des Nördlichen Breitmaulnashorns und des östlichen Spitzmaulnashorns im Land zur Strecke. Doch eine private Ranch, die sich der Nashorn-Zucht und Auswilderung verschieben hat, weckt zarte Hoffnungen auf ein Wiederanwachsen der Population. "Wir bewachen die Tiere hier auf der Ranch 24 Stunden am Tag, damit ihnen Wilderer nichts antun können. Nur so können wir unser Ziel erreichen, bis zu 45 Tiere im Nationalpark auszuwildern, in ihren natürlichen Lebensraum", erklärt Nashornspezialist Moses Okello. Zunächst kamen südliche Breitmaulnashörner aus Kenia hierher, dann folgten Exemplare aus einem Zoo in Florida. Sie alle sollen den Genpool für die Nachzucht möglichst groß halten. Der Manager der Ziwa Rhino and Wildlife Ranch berichtet. "Im Moment haben wir zu viele männliche Tiere, die kommen sich ins Gehege. Zusammen mit der Wildtierbehörde wollen wir nun ihren späteren Lebensraum auf die Tiere vorbereiten, damit wir sie auswildern können", so Saleem Ahmed. Die Pläne der Ranch wurden zuletzt durch die Coronavirus-Pandemie zurückgeworfen. Mitarbeiter fielen aus oder blieben weg, der Zufluchtsort für die Nashörner wurde zwischenzeitlich geschlossen. Auch hier in Uganda hofft man also, dass die Pandemie in absehbarer zeit überstanden sein wird. Auch und vor allem zum Wohle der Nashörner.
Mehr
Nachdem Wilderer die Population im Land nahezu ausgerottet hatten, könnte eine Zuchtstation in Zukunft mehrere Dutzend Exemplare in die Freiheit entlassen.

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker