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Video Honduras: Opposition beansprucht Wahlsieg

Jubel bei der Opposition: Die Präsidentschaftskanidatin der Linkspartei in Honduras hat sich zur Gewinnerin der Wahl vom Sonntag erklärt. Xiomara Castro stützte sich dabei auf erste Wahlergebnisse - so könnte sie die erste Staatspräsidentin und damit Regierungschefin des Landes werden. 53 Prozent der zunächst ausgezählten Stimmen hatte sie auf sich vereinen können. "Heute hat sich das Volk Gerechtigkeit verschafft. Wir haben das autoritäre Regime abgeschüttelt" Gemeint ist die Nationalpartei des Landes. Der langjährige, skandalumwitterte Präsident Juan Orlando Hernandez hatte nicht mehr antreten dürfen, schickte aber den Bürgermeister der Hauptstadt Tegucigalpa ins Rennen. Auf ihn entfielen 34 Prozent der zunächst ausgezählten Stimmen. Nun sieht es so aus als könnte die zwölfjährige Herrschaft der Nationalpartei enden. Die Wahlsiegern, Ehefrau des 2009 durch einen Putsch abgesetzten Präsidenten Manuel Zelaya, hatte im Wahlkampf die Zustände im Land angeprangert. Honduras leidet unter Banden- und Drogenkriminalität, mit der der amtierende Präsident Hernandez in Verbindung gebracht wird. Während seiner Amtszeit hat die Zahl der politisch motivierten Morde im Land zugenommen. Rund 70 Prozent der Menschen in Honduras leben derzeit unterhalb der Armutsgrenze, viele verlassen das Land in Richtung Norden, um in den USA eine bessere Zukunft zu finden.
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Sollte sich Xiomara Castro tatsächlich durchgesetzt haben, wäre die Herrschaft der konservativen Nationalpartei um den amtierenden Präsidenten Hernandez beendet.

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