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Video Merkel menschelt

Es war eine gut gelaunte Angela Merkel, die die Journalisten am Donnerstag in Berlin erlebten. Zum letzten Mal gab die Kanzlerin ihre traditionelle Pressekonferenz. Dort sprach sie unter anderem über die Flutkatastrophe, Corona und die Klimakrise. Aber auch darüber, was sie am Abend der kommenden Bundestagswahl machen wird. "Habe ich mir jetzt noch keine Gedanken gemacht. Aber ich werde schon Verbindungen zu der Partei haben, deren Mitglied ich bin. Also, sie steht mir nahe, und ich bin ihr Mitglied. Also, ein doppeltes Bekenntnis." Sie werde als Krisenkanzlerin in die Geschichte eingehen, sagte eine Journalistin. Merkels Antwort darauf: "Ein Leben ohne Krisen ist auch natürlich einfacher. Aber wenn sie da sind, müssen sie bewältigt werden. Dafür sind wir Politikerinnen und Politiker." Auch Emanzipation und Frauen in der Politik waren Themen: "Tendenziell, tendenziell glaube ich, gibt es bei Frauen eine gewisse Sehnsucht nach Effizienz. Aber da gibt es auch Ausnahmen." Und was wird Merkel in den kommenden Wochen machen? "Also, ich werde und bin gefordert. Und das wird sich auch bis zum letzten Tag meiner Amtszeit fortsetzen. Und das will ich auch machen, wie ich es immer gemacht habe. Und deshalb ist jetzt auch wenig Zeit und Raum, mit der Zeit danach zu beschäftigen. Die wird kommen." Soviel ist klar. Merkel tritt bei der Bundestagswahl im September nicht mehr an und - so die Pläne - zieht sich anschließend aus der Politik zurück. Die Pressekonferenz am Donnerstag beendet sie so, wie sie sie begonnen hatte. Mit einem Lächeln.
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Zum letzten Mal gab Kanzlerin Angela Merkel ihre traditionelle Sommerpressekonferenz.

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