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Video Nächste Regierung kann mit starkem Wirtschaftswachstum planen

Für den scheidenden Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier war es am Mittwoch das letzte Mal, dass er die Prognose der Bundesregierung für das Wirtschaftswachstum präsentierte. Und diese fiel gemischt aus. Für 2021 rechnet das Bundeswirtschaftsministerium nur noch mit einem Wachstum von 2,6 Prozent statt der im Frühjahr in Aussicht gestellten 3,5 Prozent. Grund dafür sind unter anderem hohe Energiepreise und ein Mangel bei Vorprodukten und Rohstoffen. Dies führt zu Lieferengpässen, zum Beispiel in der Autoindustrie. "Der Halbleitermangel hat dafür gesorgt, dass Hunderttausende Autos nicht fertiggestellt werden können. Sie können ein großartiges Auto bauen, mit fünf, sechs oder sieben Halbleitern. Wenn einer fehlt, können sie das Auto nicht fertigstellen und nicht ausliefern. Und das erleben mittlerweile Hunderttausende von Kunden." Dafür kann die nächste Bundesregierung wohl mit einem starken Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr planen. Laut Prognose dürfte die Wirtschaft 2022 um 4,1 Prozent zulegen. Das sind 0,5 Punkte mehr als bislang gedacht. "4,1 Prozent heißt dann auch, dass wir vermutlich zum Ende des Quartals des nächsten Jahres die Leistungsstärke vor Corona in der deutschen Wirtschaft wieder erreicht haben und überschreiten werden. Ein Quartal später als ursprünglich angenommen worden ist." Altmaier geht davon aus, dass auch die Steuereinnahmen im nächsten Jahr wachsen werden. Bei der aktuell sehr hohen Inflation rechnet die Bundesregierung schon zur Jahreswende 2021/22 mit einer Entspannung und einem deutlich niedrigeren Niveau. Die Versorgung Deutschlands mit Erdgas hält Altmaier für gesichert. Die Gasspeicher seien inzwischen wieder ordentlich gefüllt.
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Der scheidende Wirtschaftsminister Peter Altmaier kappte am Mittwoch zwar die Prognose für dieses Jahr deutlich, dafür wird nun 2022 mit einem kräftigen Plus von mehr als vier Prozent gerechnet.

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