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Video Polizei löst Anti-Impfpflicht-Protest in Athen auf

Im griechischen Parlament wird am Donnerstag über eine Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich abgestimmt. Deswegen ereigneten sich am Mittwochabend in Athen diese Szenen. Tausende Menschen haben in ganz Griechenland gegen die Impfpflicht protestiert. Insgesamt gingen nach Polizeiangaben etwa 5000 Menschen auf die Straßen. In Athen allein waren es 3000. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer gegen die Protestierenden ein um die Demonstration aufzulösen. Die Demonstrierenden hätten sich dem Parlament zu sehr genähert, hieß es seitens der Behörden. Bei der Massenversammlung waren nach Angaben des staatlichen Rundfunks und Reportern auch zahlreiche religiöse Eiferer vor Ort. Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hatte vergangene Woche eine Corona-Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegekräfte angekündigt. Verweigerer können demnach von der Arbeit freigestellt und - solange sie nicht geimpft sind - auch nicht bezahlt werden. Das Land reagiert damit auf die rapide Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus. In nur zwei Wochen ist die Zahl der Neuinfektionen von 800 auf 3000 pro Tag angestiegen. Die Ursache sehen die Corona-Experten vor allem im Nachtleben und bei feiernden Jugendlichen. Auf der Insel Mykonos gilt bereits seit vier Tagen ein nächtliches Ausgangsverbot zwischen 01.00 Uhr und 06.00 Uhr. Von den 10,7 Millionen Einwohnern Griechenlands sind bislang 4,6 Millionen vollständig geimpft.
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Weil Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis eine Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegekräfte einführen will, sind am Mittwoch Tausende Menschen auf die Straße gegangen.

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