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Video Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst

STORY: 10,5 Prozent mehr Gehalt - mindestens aber 500 Euro mehr bei einer Laufzeit von zwölf Monaten - mit diesen Forderungen gehen die Gewerkschaften in die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Und das sind immerhin über 2,5 Millionen Menschen, die meisten sind für kommunale Arbeitgeber tätig. Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Werneke, zeigte sich zum Auftakt der Gespräche am Dienstag in Potsdam selbstbewusst. Bei den Beschäftigten gebe es eine breite Unterstützung. "Und es ist natürlich ganz besonders drängend jetzt, weil die Kolleginnen und Kollegen von den steigenden Preisen betroffen sind. Wir gucken auf einen Tarifabschluss aus dem Jahr 2020. Seitdem sind die Preise um elf Prozent gestiegen. Die Einkommen im öffentlichen Dienst aber nur zwischen drei und vier Prozent. Allein das müssen wir aufholen in dieser Tarifrunde. Und die Preise steigen weiter." Bundesinnenministerin Nancy Faeser rechnet mit schwierigen Gesprächen. "Die Forderungen der Gewerkschaften sind hoch. Wir haben eine angespannte Haushaltslage, insbesondere gerade in den Kommunen. Das werden wir sehr genau im Blick haben, aber deshalb werden es schwierige Verhandlungen. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass wir am Verhandlungstisch gemeinsam mit den Gewerkschaften eine faire Einigung am Ende erreichen werden." Den öffentlichen Dienst bezeichnete die SPD-Politikerin als Rückgrat des Staates, der zu Recht eine angemessene lohnpolitische Antwort auf die Energiekrise erwarte. Ein konkretes Lohnangebot machte die Arbeitgeberseite zum Auftakt der Verhandlungen aber nicht. Die zweite Runde ist für den 22. und 23. Februar angesetzt.
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Die Gewerkschaften fordern 10,5 Prozent mehr Lohn. Die erste Verhandlungsrunde startete am Dienstag ohne ein Arbeitgeber-Angebot.

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