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Video Ukraine-Krise: Selenskyi ruft Bevölkerung zur Ruhe auf

Diese Bilder wurden am Dienstag vom russischen Verteidigungsministerium veröffentlicht. Sie zeigen Übungen im westlichen Militärbezirk des Landes, an der Grenze zu Europa. Laut Verteidigungsministerium dienen die Manöver der Überprüfung der Gefechtsbereitschaft der Truppen. Sie sollen noch bis zum 29. Januar andauern, hieß es. Ähnliche Übungen gab es auch im südlichen Militärbezirks Russland, an der Grenze zur Ukraine. Dort sollen mehr als 6000 Soldaten daran teilnehmen. Russland hat über Hunderttausend Soldaten an der Grenze zur Ukraine zusammengezogen. Westliche Staaten fürchten einen Angriff, was die Regierung in Moskau zurückweist. Bundeskanzler Olaf Scholz hatte Russland am Dienstag aufgefordert, für deeskalierende Schritte an der Grenze zur Ukraine zu sorgen. Eine Aggression hätte gravierende Konsequenzen, sagt er nach einem Treffen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Berlin: "Wir haben klargestellt, dass eine militärische Aggression, die die territoriale Integrität der Ukraine infrage stellt, Konsequenzen hätte. Und einen sehr hohen Preis. Darüber sind wir uns auch einig mit unseren Verbündeten in der Nato und der Europäischen Union." Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rief angesichts der wachsenden Spannungen an der Grenze zu Russland die Bevölkerung zur Ruhe auf. Man gebe sich nicht kindischen Illusionen über die russische Bedrohung hin, aber es gebe Hoffnung, sagte er am Dienstag in einer Fernsehansprache. "Schützen Sie Ihren Körper vor dem Virus, Ihr Gehirn vor Lügen und Ihr Herz vor Panik", sagte Selenskyi. Man arbeite daran, dass die Verhandlungen mit Russland, Deutschland und Frankreich so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden könnten. Die Verhandlungen im sogenannten Normandie-Format sollen die Spannungen zwischen der Ukraine und Russland entschärfen. Unterdessen liefert die US-Luftwaffe Munition, Waffen und andere Ausrüstung in die Ukraine. Die Vereinigten Staaten haben seit 2014 Militärhilfe für die Ukraine im Wert von über 2,7 Milliarden US-Dollar geleistet. Darunter Panzerabwehrraketen, Küstenpatrouillenboote, Scharfschützengewehre und Aufklärungsdrohnen.
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Russland hat über Hunderttausend Soldaten an der Grenze zur Ukraine zusammengezogen.

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