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Video Ukraine meldet massiven russischen Beschuss im Osten

STORY: Russland hat nach Angaben ukrainischer Behörden den Osten des Landes erneut unter massiven Beschuss genommen. In der Nacht zum Donnerstag seien 120 Raketen in der Gegend um die Stadt Nikopol eingeschlagen. Drei Menschen sollten dabei getötet, sieben verletzt worden sein. Russland versucht seit Wochen, die gesamte Donbass-Region unter Kontrolle zu bekommen. Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte noch am Mittwoch Vergeltung an. In der Region liegt auch die besetzte Stadt Donezk. Dort werfen pro-russische Separatisten der Ukraine vor, durch den Beschuss einer Brauerei ein hochgiftiges Ammoniakleck verursacht zu haben. Eine Granate habe eine Leitung getroffen, Feuer sei ausgebrochen, das sich zwischenzeitlich auf 600 Quadratmeter ausgebreitet habe. Das ukrainische Verteidigungsministerium hatte zunächst keine Stellungnahme abgegeben. Gekämpft wurde offenbar auch wieder in der Gegend um das Atomkraftwerk Saporischschja im Süden der Ukraine. Russland habe dank seiner Luftabwehr ukrainische Angriffe auf das AKW sowie die nahe gelegene besetzte Stadt Enerhodar vereitelt, zitieren die russischen Nachrichtenagenturen Tass und RIA die von Russland eingesetzte Verwaltung in der Region. Die Berichte konnten nicht verifiziert werden. Außerdem soll Hunderten Kämpfern des Asow-Regiments "noch vor Ende des Sommers" der Prozess gemacht werden. Das hat der Chef der Separatistenverwaltung der Region Donezk in Aussicht gestellt. "Das erste Gerichtsverfahren wird wahrscheinlich in Mariupol stattfinden und noch vor Ende des Sommers abgehalten", sagt Denis Puschilin. Medien und internationale Vertreter dürften dem Prozess beiwohnen. Das Asow-Regiment erlangte internationale Aufmerksamkeit durch seinen Widerstand gegen die russische Belagerung des Stahlwerks von Mariupol. Nach wochenlangen Kämpfen in den Bunkern und Tunneln ergaben sich im Mai den russischen Truppen.
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In der Nacht zum Donnerstag seien 120 Raketen in der Gegend um die Stadt Nikopol eingeschlagen. Russland macht die Ukraine ebenfalls für Beschuss in der Region verantwortlich, so für den einer Brauerei in Donezk.

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