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Viel Wind um nichts "Friedhelm" bleibt friedlich


Deutschland hat das Sturmtief "Friedhelm" glimpflich überstanden. In einigen Regionen stürzten Bäume um. Verletzt wurde niemand. Am Adventswochenende soll es windig und nasskalt bleiben.

"Friedhelm" ist nicht so stürmisch übers Land gefegt wie erwartet: Bei Windgeschwindigkeiten von gut 100 Kilometern in der Stunde richtete das Sturmtief in der Nacht zum Freitag geringe Schäden an. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand. Auch nach dem ersten Dezembersturm soll es zunächst windig und nasskalt bleiben.

Im Norden wurde der Zugverkehr behindert, weil am Rand von Bremen ein Baum auf die Bahnstrecke zwischen Burg und Vegesack stürzte. Die Oberleitung wurde beschädigt, so dass die Bahn Busse einsetzen musste. In Flensburg erfasste eine Sturmböe am Freitagmorgen eine Birke und kippte sie auf vier parkende Autos. Auch in der Nähe von Kassel stürzte ein Baum um und beschädigte drei geparkte Wagen. Im hessischen Schwalm-Eder-Kreis riss der Sturm einen Telefonmast um. Ein Autofahrer fuhr gegen den Mast, der Schaden war gering. An der Nordsee wurden Bäume umgeknickt und Baustellenschilder umgeworfen.

In St. Peter-Ording an der Nordseeküste erreichten die Böen Spitzengeschwindigkeiten von 108 Kilometern in der Stunde. Die höchsten Windgeschwindigkeiten wurden in der Nacht auf dem Brocken gemessen: Dort stürmte es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit bis zu 166 Stundenkilometern. In Mönchengladbach wurden am Regionalflughafen 100 Kilometer in der Stunde gemessen. Mancherorts regnete es auch stark, so etwa im westlichen Sauerland und im Bergischen Land.

Schottland kriegt die volle Breitseite ab

Zwischen zwei und drei Uhr flaute der Wind ab, nachdem die Front des Tiefdruckgebiets über die Küste hinweggezogen war und Richtung Skandinavien weiterzog. Allerdings warnte der DWD weiter vor orkanartigen Böen bis Windstärke 11. Am dritten Adventswochenende soll es außerdem immer wieder regnen oder schneien.

Heftiger als in Deutschland schlug der Sturm in Schottland zu. Nach einem Tag und einer Nacht mit heftigen Sturmböen waren am Freitagmorgen noch mehr als 50 000 Haushalte ohne Strom, teilte die schottische Regionalregierung mit. An vielen Orten waren Bäume und Strommasten umgekippt. Brücken, Häuser und Autos wurden beschädigt.

DPA DPA

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