Vornamen 2006 Leon verdrängt Alexander von der Spitze


Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat die beliebtesten deutschen Vornamen vorgestellt - und Marie liegt weiter unangefochten vorn. Überhaupt sind die alten Klassiker sind auch die Neuen - nur der "Benedikt"-Boom scheint vorüber.

Leon hat Alexander als beliebtesten Jungennamen in Deutschland verdrängt, bei den Mädchen verteidigte Marie ihren Spitzenplatz zum neunten Mal in Folge, und die Benedikt-Welle des Jahres 2005 ist 2006 schon wieder abgeebbt. Dies teilte die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am in Wiesbaden mit. Sie stützt sich auf eine repräsentative Umfrage unter 180 deutschen Standesämtern.

Nach dieser Auswertung änderte sich im Vergleich zu 2005 auf den vorderen Plätzen wenig: Bei den Mädchen hielten Sofie, Maria, Anna/Anne, Leonie, Lena und Emily die Plätze zwei bis sieben. Die GfdS erfasst Maria gesondert, da dieser Name eine Silbe mehr hat als Marie. Johanna kletterte von Platz 14 auf 8 und war damit der einzige Neuzugang unter den Top Ten der Mädchennamen; Laura verbesserte sich um einen Platz auf Position neun, Lea/Leah sank von acht auf zehn.

Auch bei den Jungen gab es nur einen Neuen unter den ersten zehn, da Elias - 2005 noch auf elf - um eine Position vorrückte. Zweiter blieb Maximilian, während der bisherige Spitzenreiter Alexander mit dem 2005 noch drittplatzierten Leon den Rang tauschte. Leon hatte die Liste bereits 2001 angeführt. Lukas/Lucas, Paul und Luca blieben auf den Positionen vier bis sechs, Tim kletterte um zwei Ränge auf sieben, Felix hielt sich auf acht und David kletterte von zehn auf neun.

Die Klassiker: Alexander und Maximilian

Generell wandele sich die Vornamenmode nur langsam, schrieb die GfdS. Allerdings sei die anhaltende Beliebtheit von Alexander und Maximilian schon außergewöhnlich: Beide sind seit 1997 unter den ersten dreien. Maximilian hatte 2003 und 2004 die Jungenliste angeführt, Alexander lag sogar vier mal (1997, 2000, 2002 und 2005) vorn.

Die Spitzenreiter von 1977 - Stefanie, Nicole und Christine sowie Andreas, Markus und Michael - sind heute allerdings nicht mehr unter den ersten 25 Positionen. Immer häufiger registrieren die Standesämter dafür Amelie, Charlotte, Emma, Hannah/Hanna, Luise/Louise sowie Finn/Fynn, Jakob, Luis/Louis, Noah und Simon.

Benedikt boomte nicht lange

Einen allgemeinen Trend zu "Großväternamen" konnte die GfdS allerdings nicht ermitteln. Nur wenige Kinder würden Friedrich, Ludwig, Siegfried, Wilhelm, Ernestine, Henriette, Rosalie oder Wilhelmine getauft. Auch Benedikt - 2005 noch doppelt so oft vergeben wie 2004 - erlebte nur einen kurzen Boom und sank 2006 in der Häufigkeit wieder ab.

DPA DPA

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