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Hamburg: Lehrer vergisst Abi-Klausuren in S-Bahn - Schüler müssen neu schreiben

Ein Lehrer in Hamburg verliert die Abitur-Klausuren seiner Schüler - und die müssen es ausbaden. Besonders ärgerlich: Es handelt sich teils um Abiturienten, die ohnehin einen höheren Aufwand hatten als andere Schüler.

Die sogenannten externen Abitur-Prüfungen werden in Hamburg ein paar Wochen nach den normalen Klausuren geschrieben

Die sogenannten externen Abitur-Prüfungen werden in Hamburg ein paar Wochen nach den normalen Klausuren geschrieben (Symbolfoto)

Ein Lehrer in Hamburg hat Abiturklausuren in einer S-Bahn liegenlassen - nun sollen die Schüler noch einmal antreten. Die Klausuren müssten wiederholt werden, sagte ein Sprecher der Schulbehörde am Freitag. Das "Hamburger Abendblatt" hatte zuvor darüber berichtet. Demnach kam dem Lehrer auf seinem Rückweg nach der Prüfung eine Tasche mit zehn Bioklausuren von externen Abiturienten in der Bahn abhanden.

Externe Abiturienten sind etwa Schüler, die auf staatlich genehmigten Privatschulen ohne Prüfungserlaubnis unterrichtet wurden oder mit ihren Eltern im Ausland leben. Eine Schülerin, die die stundenlange Prüfung am Dienstag hinter sich gebracht hatte, appellierte in der Zeitung an mögliche Finder: "Bringt die Abiturprüfungen zur Polizei oder zum Fundbüro."

Viele der Schüler seien aus dem Ausland angereist

Laut "Hamburger Abendblatt" besonders ärgerlich: Viele der betroffenen Schüler sollen extra aus dem Ausland angereist sein, um an den Prüfungen teilzunehmen. "Uns droht das Wiederholen der fünfeinhalb Stunden dauernden Prüfung, in der einzelne Prüflinge mehr als 30 DIN A 4-Seiten verfasst haben", wird die Schülerin zitiert.

fin / DPA
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