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Armeestützpunkte im Jemen: Dutzende Tote bei Angriffen der al Kaida

Im Jemen sind bei gleichzeitigen Anschlägen militanter Islamisten mehrere Soldaten und Polizisten getötet worden. Verantwortlich seien Nahestehende der Terrororganisation al Kaida.

Bei mehreren zeitgleichen Angriffen auf Stützpunkte der Sicherheitskräfte sind nach Angaben aus Armeekreisen im Jemen dutzende Polizisten und Soldaten getötet worden. Die Armee, für die Attacken sei die Extremistengruppe al Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) verantwortlich. Schauplatz der Angriffe war die Süd-Provinz Schabwa.

Der folgenschwerste Angriff ereignete sich, als in einem Armeecamp ein mit Sprengstoff präpariertes Fahrzeug explodierte. Für die Anzahl der dabei gestorbenen Soldaten gibt es verschiedene Angaben. Die Nachrichten Agentur AFP vermeldete 38, die DPA 18 tote Soldaten, die für die Sicherheit von Ölfeldern in der Region zuständig waren. Die Angreifer hätten außerdem Soldaten als Geiseln genommen, hieß es.

Während der politischen Proteste im Frühjahr 2011 nutzte die AQAP die Schwäche des jemenitischen Militärs, um weite Teile des Südens unter ihre Kontrolle zu bringen. Während einer mehrwöchigen Militäroffensive im Mai 2011 wurden die Extremisten aber wieder aus den großen Städten vertrieben und zum Rückzug in die Wüste gezwungen.

awö/DPA/AFP / DPA