VG-Wort Pixel

Auf Hamburger Volksfest Neun Menschen hängen kopfüber in Karussell fest


Schockmoment auf einem Hamburger Volksfest: Neun Menschen hingen in einem Looping-Gerät fest. Die Betreiber mussten die Gondel per Hand herunterdrehen. Der Schreck bei den Fahrgästen saß tief.

Kopfüber haben neun Fahrgäste eines Karussells auf dem Hamburger Volksfest in 68 Metern Höhe festgehangen. Fast eine halbe Stunde dauerte es, bis sie aus dem "Flasher" - nach Behördenangaben das höchste transportable Loopingflug-Fahrgeschäft der Welt - befreit wurden. Das teilte die Polizei am Sonntag mit.

Das Fahrgeschäft auf dem Hamburger Dom blieb am Samstagabend unvermittelt stehen. Die Passagiere mussten im Dunkeln ausharren, bis die Betreiber die Gondel per Hand heruntergedreht hatten. Die Ursache sei ein kurzzeitiger Stromausfall gewesen.

Als das Gerät stoppte, befanden sich insgesamt 19 Menschen in den zwei Fahrkörben, sagte ein Sprecher der Polizei. Die eine Gondel schwebte mit zehn Insassen rund drei Meter über dem Boden, in der zweiten Gondel hingen die Passagiere kopfüber fest.

Kein Fahrgast verletzt

Keiner der Fährgäste wurde verletzt, aber der Schreck saß tief, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Bereits am Sonntagnachmittag war der "Flasher" wieder in Betrieb. Laut Polizei war eine Überlastung des Stromnetzes für den Ausfall verantwortlich.

Gravierende gesundheitliche Folgen muss das lange Ausharren über Kopf nach Auskunft eines Mediziners nicht haben. Claas-Hinrich Lammers, Ärztlicher Direktor Psychiatrie der Asklepios Klinik Nord-Ochsenzoll in Hamburg, sieht nur dann eine Gefährdung für die menschliche Gesundheit, wenn bereits psychische oder körperliche Vorschädigungen bestehen. Es sei normal, dass Menschen nach so einem Vorfall emotional mitgenommen seien. Nach spätestens ein bis zwei Wochen sollte sich ihr Zustand aber wieder normalisiert haben.

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker