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Australien 13-Jähriger schläft in Mülltonne und wird in Müllwagen zerquetscht

In vielen Müllwagen befindet sich eine Müllpresse im hinteren Teil des Fahrzeugs
In vielen Müllwagen befindet sich eine Müllpresse im hinteren Teil des Fahrzeugs
© Robert Jank / Picture Alliance
In Australien hat sich ein tragischer Vorfall ereignet. Ein Kind wurde in einem Müllwagen getötet. Es hatte mit zwei Freunden in einer Mülltonne geschlafen.

In Australien ist ein 13-jähriger Junge in einem Müllwagen zerquetscht worden. Das Kind hatte mit zwei Freunden im Alter von elf und zwölf Jahren in einer Industrie-Mülltonne in Port Lincoln geschlafen, als morgens um 5 Uhr die Müllabfuhr kam. Diese habe den Müllbehälter in den hinteren Teil des Müllwagens verladen, wo sich eine Müllpresse befindet. Das berichten mehrere Medien, unter anderem die britische BBC.

Den Berichten zufolge bemerkte der Fahrer erst, dass sich Menschen in der Tonne befanden, als es bereits zu spät war. Eines der Kinder habe sich herausretten können und an die Tür des Mülltransporters getrommelt. Das dritte Kind sei mit leichten Verletzungen aus dem Wagen herausgekommen. Doch für den 13-Jährigen kam demnach jede Hilfe zu spät.

Kinder nicht obdachlos

Warum die Kinder in der Mülltonne geschlafen haben, ist unklar. Den Berichten zufolge sind sie nicht obdachlos, sollen allerdings regelmäßig im Jugendcenter der Region Hilfe gesucht haben. Die Chefin von West Coast Youth and Community Support sagte der "Port Lincoln Times", das Todesopfer sei eine junge Person gewesen, die, "wie viele andere junge Leute damit zu kämpfen hatte, seinen Platz zu finden". Wegen "verschiedener Gründe" habe er in dieser Nacht nicht Zuhause geschlafen.

Sie betonte, dass das Todesopfer nicht auf der Straße gelebt habe. "Er hatte eine große, liebende Familie, die nun einen schmerzhaften Verlust zu betrauern hat." Auch die Mitarbeiter des Jugendcenters seien schockiert von dem Vorfall. Alle drei Jungs hätten viel Zeit in der Einrichtung verbracht.

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Die örtlichen Behörden haben Berichten zufolge eine Untersuchung des Vorfalls angeordnet. Dabei soll auch geklärt werden, wie es dazu kommen konnte, dass die drei Kinder in einer Mülltonne übernachteten. "Es ist tragisch für die ganze Gemeinschaft hier. Wir sind eine kleine, eng-verwebte Gemeinde und jeder ist auf die ein oder andere Art von dem Vorfall betroffen", wird der Leiter der örtlichen Behörde zitiert.

Quellen:  BBC / Independent Online / "The Independent"

fin

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