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Großangelegte Suchaktion Autistischer Teenager nach Campingausflug im australischen Busch vermisst

Ein Polizeiauto in Australien
Die Polizei sucht mit einem Großaufgebot nach dem vermissten Jungen (Symbolfoto)
© Gustav Sjöholm/ / Picture Alliance
In Australien sucht die Polizei mit einem Großaufgebot nach einem 14-jährigen autistischen Jungen. Der Teenager verschwand auf einem Campingausflug mit der Familie. Die Suche gestaltet sich schwierig. Das zu durchforschende Buschgebiet ist riesig und die Temperaturen gefährlich niedrig.

Im australischen Bundesstaat Victoria sucht die Polizei mit einem Großaufgebot nach einem verschwundenen Teenager. Der 14-Jährige, der an Autismus leidet, war am Wochenende mit seinen Eltern zu einem Campingausflug aufgebrochen. Wie die "Herold Sun" berichtet, war die Familie am Montagmittag unterwegs zum Gipfel des zum Mount Disappointment. Der Junge lief demnach vorneweg und verirrte sich, als er außer Sichtweite war. 

Die Polizei leitete sofort eine Suche nach dem Jungen ein. Doch die gestaltet sich ziemlich schwierig und ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Das Buschgebiet, in dem der Junge sich verirrt hat, ist sehr dicht. Somit sei es sehr schwer, den Jungen im Unterholz aus der Luft auszumachen, wie Polizeichef Greg Paul gegenüber australischen Medien erklärte.

 

Auch die niedrigen Temperaturen bereiteten den Helfern große Sorgen. "Es ist wirklich lebensbedrohlich kalt. Die Temperaturen gingen letzte Nacht gegen Null Grad." 

Der Junge ist nur mit einer Jogginghose, einem langärmeligen Shirt und einer Windjacke bekleidet, hat weder Essen noch Trinken bei sich. Allerdings, so die leitende Ermittlerin Christine Lalor, sei der Junge sehr auf Lebensmittel fokussiert und in der Lage, weite Strecken zurückzulegen. Es könne auch sein, dass er auf der Suche nach Essen in Häuser eindringe und sich am Kühlschrank bediene. 

Bevölkerung soll sich autistischem Jungen "besonnen" nähern

Lalor appellierte an die Bevölkerung, dem Jungen behutsam zu begegnen, sollte man ihn sehen. Er würde sich wahrscheinlich zur Verständigung auf die Brust klopfen: "Wenn ihn jemand findet, ist der beste Weg, mit ihm zu kommunizieren, geduldig und besonnen zu sein". Man solle zu viel Körperkontakt vermeiden und möglichst leise mit ihm sprechen. Die Menschen in der Gegend sollten auch ihre Häuser und Garagen durchsuchen und auch in ihren Schlafzimmern unter den Betten nachsehen.

Mittlerweile beteiligen sich rund 450 Menschen an der Suche, darunter viele Freiwillige, wie Buschwanderer, Wanderer, Familien mit Hunden sowie Einheimische auf Pferden, Quads und Motorrädern. Die Polizei ist mit einer Hundestaffel, mit Fahrrädern und Hubschraubern im Einsatz. Die Helfer müssen sich zu ihrer eigenen Sicherheit bei der Polizei melden, bevor sie sich in die zerklüftete Buschlandschaft in Richtung des Gipfels begeben, um nach dem Jungen zu suchen.

Die Eltern des Teenagers seien sehr bestürzt über dessen Verschwinden: "Wie Sie sich vorstellen können, sind sie ziemlich am Boden zerstört und besorgt", sagte Lalor, nachdem man schon einen Tag und eine Nacht lang nach dem Jungen gesucht hatte. "Es war eine ziemlich kalte Nacht, für die Familie und alle Beteiligten", so Lalor. Man wolle den Jungen "so schnell wie möglich finden."

Quellen: "ABC.net1", "ABC.net2", "Herold Sun"


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