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Eine Woche in Gletscherspalte: Deutscher überlebt Unglück in Österreich

Für seine Retter ist es ein kleines Wunder: Ein deutscher Bergsteiger überlebt sechs Tage in einer Gletscherspalte in den österreichischen Alpen.

Der 70-jährige Mann aus Schmidmühlen (Kreis Amberg-Sulzbach) in Bayern sei bei seiner Rettung am Dienstag nur leicht verletzt, aber unterkühlt und erschöpft gewesen, sagte der Alpinpolizist Hansjörg Knoflach der Nachrichtenagentur dpa. Er hatte den Mann am Mittag selbst mit Kollegen per Flaschenzug aus der rund 20 Meter tiefen Spalte geborgen.

Der Mann, der allein unterwegs war, sei vergangenen Mittwoch um 7.30 Uhr von der Hütte Westfalenhaus in den Stubaier Alpen in Tirol Richtung Gletscher gestartet, bestätigte der Hüttenwirt der dpa. Auf einer Höhe von etwa 3000 Metern fiel er in die Spalte am Tiroler Schrankogel. Sogenannter Sulzschnee, der bereits mehrfach angetaut und wieder gefroren ist, habe die Spalte überdeckt, sagte der Polizist. Als vermisst gemeldet wurde der Mann nach Angaben der Polizei nie.

Es sei extrem ungewöhnlich, so lange in einer Spalte zu überleben, sagte Knoflach. "Das ist ein Riesenglück." Die Schilderung des Mannes sei glaubwürdig. Weil Sommer ist, habe der 70-Jährige herabtropfendes Wasser trinken können.

Drei andere Bergsteiger hörten dann am Dienstagvormittag zufällig seine Hilfeschreie. Sie lokalisierten ihn in der Spalte und alarmierten die Einsatzkräfte. Ein Hubschrauber brachte den Mann nach seiner Bergung in eine Klinik in Innsbruck.

jat/DPA / DPA
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?