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Das Beben forderte 300 Tote: Erdbeben in Italien: Über einen Mann, der lachte, als andere starben

Wenn die Erde bebt, Zuhause einstürzen und hunderte Menschen sterben gibt es nichts als Trauer, Mitgefühl und Bestürzung, möchte man meinen. Ein Fall aus Italien zeigt, wie falsch diese Annahme sein kann.

Tod und Trümmer in Amatrice: die Trauer der einen, das Geschäft der anderen

Tod und Trümmer in Amatrice: die Trauer der einen, das Geschäft der anderen

Alle schliefen, als die Katastrophe losbrach. Vor knapp einem Jahr, um 3.36 Uhr in der Nacht auf 24. August, begann die Erde in Mittelitalien zu zittern - und hörte damit nicht mehr auf. Noch immer werden rund um Amatrice, Accumoli, Macerata, Norcia Beben verzeichnet. Es sind Dörfer in Mittelitalien, die einst für Urlaub und Kultur standen, für bekannte Nudelgerichte. Heute drängt sich beim Klang ihrer Namen nur noch selten mehr ins Bewusstsein als Trümmer, kaputte Kirchen, zerstörte Familien. Bei den Beben starben rund 300 Menschen, viele davon Kinder.

Es fällt schwer zu glauben, dass Menschen auf derartige Katastrophen mit anderen Gefühlen als Mitgefühl, Erschütterung und Trauer reagieren. Doch offenbar gibt es sie. Es gab sie vor sieben Jahren, als ein verheerendes Erdbeben L'Aquila in den Abruzzen erschütterte, 308 Menschen starben und Geschäftsmann Francesco Piscicelli in die Medien geriet, weil er in einem abgehörtem Telefongespräch lachend kundtat, mit dem Wiederaufbau der Stadt ließen sich gute Geschäfte machen. Und offenbar gibt es sie auch heute. Der Francesco Piscicelli von heute soll den Namen Vito Giuseppe Giustino tragen.

Untersuchungsrichter: Er lachte spöttisch

Giustino sei Bauunternehmer, 65 Jahre alt und stamme aus Altamura, einer Stadt nahe Bari, berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Am Donnerstag tauchten die ersten Berichte über Vito Giuseppe Giustino auf, es waren große Berichte, in allen großen Medien des Landes. Die Rolle, die Giustino in den Artikeln spielt, ist keine, die man haben möchte: Giustino, der Piscicelli von 2016. Giustino, der Mann, der sich am Leid der Erdbebenopfer ergötzt und in den Trümmern lukrative Geschäfte für sein Unternehmen gesehen haben soll. Giustino, der Mann, der gelacht haben soll, während andere starben.

Grundlage für die Berichte sei ein 183-seitiger Haftbefehl gegen den Unternehmer, berichtet Ansa. Erlassen habe diesen Untersuchungsrichter Giuseppe Romano Gargarella. Ermittler hätten ein Telefongespräch von Giustino mit einem seiner Ingenieure belauscht. In dem Telefonat habe Giustino geradezu frohlockt, das Erdbeben in Amatrice werde lukrative Aufträge für den Wiederaufbau bringen. Auch von Gelächter ist die Rede. Wörtlich soll Untersuchungsrichter Gargarella festgehalten haben: "Giustino […] lachte spöttisch über die Situation: Das Erdbeben konnte gar nicht anders, als dem Unternehmen neue Einnahmen einbringen."

Neue Ermittlungen zu Beben in L'Aquila 2009

Bauunternehmer Giustino sitze jetzt in Hausarrest, genauso sein Mitarbeiter und acht weitere Personen, berichtet die italienische Tageszeitung "La Repubblica" online. Sie zählen zu den insgesamt 35 Personen, die laut der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" bei neuen Untersuchungen rund um die Auftragsvergabe nach dem Erdbeben in L'Aquila 2009 ins Visier der Ermittler geraten sind. Bei den Ermittlungen geht es unter anderem um Korruption und Amtsmissbrauch. Wie italienische Medien berichten, stehen die Personen im Verdacht, sich gegenseitig öffentliche Aufträge für den Wiederaufbau zugeschanzt zu haben.



pg
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