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Hamburg Navi lotst Fahrradkurier in den Elbtunnel – dann ist ein Schutzengel zur Stelle

Eine leere und im dunkeln beleuchtete Strecke durch den Elbtunnel
Hier auf der Autobahn im Elbtunnel möchte man mit dem Fahrrad nicht unterwegs sein – und schon gar nicht nachts. Wie gut, wenn dann jemand Stärkeres aufpasst.
© rtn / Frank Bründel / Picture Alliance
In Hamburg ist ein Fahrradkurier gleich an seinem ersten Arbeitstag in eine sehr gefährliche Situation geraten. Doch dem Mann stand eine starke Begleitung zur Seite.

Diese erste Tour beim neuen Arbeitgeber war so nicht geplant – und sie hätte auch sehr gefährlich werden können. An seinem ersten Arbeitstag ist ein Fahrradkurier in Hamburg versehentlich durch den drei Kilometer langen Elbtunnel gefahren. Der Weg durch den Tunnel ist Teil der Autobahn A7 und damit für Radler strengstens verboten.

Das Navigationsgerät soll dem Mann die Route vorgeschlagen haben. Dies berichten regionale Medien und die Nachrichtenagentur dpa. Für welchen Arbeitgeber der Mann unterwegs war, wurde nicht genannt.

Der Kurier sei auf seinem E-Bike gegen 22.29 Uhr über die Anschlussstelle Othmarschen zum Tunnel und dann weiter in Richtung Süden geradelt, schreibt die "Mopo". Zwar habe er seinen Fehler bemerkt. Zu dem Zeitpunkt sei es jedoch schon zu spät gewesen, um umzudrehen. Spätestens hier wurde es dem Mann vermutlich Angst und bange. Was er nicht wissen konnte, als er durch die Röhre des Elbtunnels radelte – Hilfe war von unerwarteter Seite zur Stelle.

Sehen Sie im Video: Fahrradkurier fährt durch Elbtunnel – doch die Strecke ist eine Autobahn

Hamburg: Navi lotst Fahrradkurier in den Elbtunnel – dann ist ein Schutzengel zur Stelle

 

Wie gut, dass es in Hamburg nette Menschen bei der Müllabfuhr gibt

Denn der Mann hatte eine Art Schutzengel in Form eines Müllfahrzeugs. Das große "Auto" der Stadtreinigung war den Berichten zufolge in der gleichen Richtung unterwegs, und dem Fahrer war es nicht entgangen, dass der Radler sich in einer brenzligen Situation befand. Kurzerhand begleitete der Müllwagen den Radfahrer auf der Fahrt durch den Tunnel, und "sicherte ihn mithilfe des gelben Rundumlichts vor den Autofahrern ab", wie die "Mopo" anerkennend schreibt.

Oder, wie es ein Polizeisprecher typisch hamburgisch trocken an Dienstagmorgen gegenüber der dpa sagte: Der Mann habe den Ausflug durch die vierte Röhre des Tunnels in Richtung Süden am späten Montagabend unverletzt und ohne Zwischenfälle überstanden.

Für Fahrt durch den Elbtunnel ist aber ein Bußgeld fällig

Ganz ohne Folgen bleibt die Autobahnfahrt für den Fahrradkurier nicht. Der Mann werde wohl ein Bußgeld zahlen müssen, wie der Polizeisprecher weiter sagte. Dem Fahrer des Müllwagens ist der Mann sicher sehr dankbar für die spontane Hilfe in der Not.

Quellen: "Mopo.de" / mit Material von dpa

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