VG-Wort Pixel

Wildjäger Walter Palmer US-Zahnarzt rechtfertigt Tötung von Löwe Cecil

Der Abschuss des Löwen Cecil sorgte weltweit für Entsetzen, der verantwortliche US-Zahnarzt tauchte ab. Jetzt hat er sich gerechtfertigt - und seine Unschuld beteuert.

Der US-Zahnarzt Walter Palmer, der Anfang Juli mit der Tötung des berühmten Löwen Cecil in Simbabwe international einen Aufschrei auslöste, hat sich zu dem Fall geäußert. Er habe seinerzeit nicht gewusst, dass sein Opfer im Hwange-Nationalpark ein spezieller Löwen gewesen sei, rechtfertigte sich Palmer gegenüber der Zeitung "Minneapolis Star Tribune". Der 55-Jährige betonte zudem, dass bei der Jagd alles nach Recht und Gesetz vonstatten gegangen sei. Nach Bekanntwerden der Tötung seien auch seine Frau und Tochter in den Sozialen Medien massiv bedroht worden. 

Palmer und seinen Wildführern wird vorgeworfen, dass sie den Löwen aus dem Nationalpark gelockt hätten. Der Zahnarzt verletzte das Tier zunächst nur mit einem Pfeil aus einer Armbrust. Erst einige Zeit später tötete er den Löwen schließlich mit einem zweiten Schuss. Palmer bestritt in dem Interview, es habe 40 Stunden zwischen den beiden Schüssen gelegen.

Ein Anwalt Palmers, der bei dem Interview dabei war, gab an, dass "keine offiziellen Anschuldigungen" gegen seinen Mandanten erhoben worden seien. Simbabwe hatte nach der Vorfall allerdings von den USA Palmers Auslieferung gefordert. Laut der Zeitung sehen amerikanische Experten aber erhebliche Zweifel an der rechtlichen Grundlage einer Auslieferung.

Dem Wildführer und dem Besitzer des Geländes, auf dem Cecil getötet wurde, stehen in Simbabwe vor Gericht, berichtet der "Star Tribune" weiter. Sollten Sie verurteilt werden, drohe ihnen eine Gefängnisstrafe.

Palmer kündigte an, dass er nach einer Auszeit ab Dienstag wieder in seiner Praxis arbeiten werde.

tis AFP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker